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Verhältnisprävention: Allergien dort verhindern, wo sie entstehen

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Herborn. In der kürzlich ausgestrahlten ARD-Dokumentation „Welche Allergie hast du – warum immer mehr Menschen allergisch reagieren“ wurde nach Auffassung des Bundesverbandes AAK deutlich, dass die steigende Zahl allergischer Erkrankungen nicht allein eine Frage individueller Verhaltensweisen ist. Allergien entstehen vielmehr im Zusammenspiel von Immunsystem, Umwelt, Klima und Lebensbedingungen. Deshalb reicht es nicht aus, ausschließlich auf die Verantwortung des Einzelnen zu setzen. Vielmehr müssen die gesellschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass sie Gesundheit fördern und Allergierisiken reduzieren.

Aus Sicht der Verhältnisprävention bedeutet dies, die Lebenswelten von Menschen gesundheitsförderlich zu gestalten – von der Schwangerschaft über Kita und Schule bis hin zu Wohnquartieren, Arbeitswelt und kommunaler Planung. Eine intakte Umwelt, ausreichend Grünräume mit allergenarmen Bepflanzungen, gute Luftqualität, klimafreundliche Stadtentwicklung sowie gesundheitsfördernde Bildungs- und Beteiligungsstrukturen können dazu beitragen, die Entstehung von Allergien frühzeitig zu begrenzen.

Die beigefügte – aus Erfahrung der Kinder-Familien-Selbsthilfe AAK entwickelte – Grafik verdeutlicht diesen fast 40 Jahre praktizierten Ansatz der AAK, der bundesweit tätigen Selbsthilfeorganisation: Verhältnisprävention setzt nicht erst beim erkrankten Menschen an, sondern bei den politischen, sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen. Gesundheit wird damit als gemeinsame Aufgabe von Kommunen, Bildungseinrichtungen, Gesundheitswesen, Sozialpolitik und Umweltplanung verstanden. Gerade angesichts der prognostizierten weiteren Zunahme allergischer Erkrankungen gewinnt dieser präventive Ansatz zunehmend an Bedeutung

 

 

Von der Erkenntnis zum Handeln

Für die AAK bleibt die Auseinandersetzung mit den Ursachen allergischer Erkrankungen nicht bei der Wissensvermittlung stehen. Im Sinne von „AAK – aktuell, aktiv und engagiert“ wollen wir die gewonnenen Erkenntnisse aufgreifen und in konkrete Aktivitäten überführen.

Dabei orientieren wir uns an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs), die wichtige Ansatzpunkte für eine gesundheitsfördernde, soziale und umweltverträgliche Entwicklung bieten. Unser Anliegen ist es, diese Zusammenhänge verständlich zu machen, Beteiligung zu ermöglichen und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Bereits am 4. Mai 2026 hat die AAK das Thema im Rahmen ihres Allergie-Forums aufgegriffen. Die dort durch ihr Beiratsmitglied, med. Herrn Professor Dr. Hans Schweisfurth vorgestellten Zusammenhänge zwischen Umwelt, Lebensbedingungen und Allergieentstehung sind durch eigene und langjährige Praxiserfahrung sowie internationaler Gremienerfahrung, veranschaulicht, wie wichtig präventive Maßnahmen auf gesellschaftlicher Ebene sind. Weitere Informationen und Vortragsunterlagen finden Sie auf der Website der AAK: www.aak.de.

Ein nächster Schritt der Kinder- Familien-Selbsthilfeorganisation folgt am 20. Juni 2026 beim „Tag der offenen Gesellschaft“ der innerhalb des bundesweiten Netzwerkes „engagierte Stadt“ in Herborn sein, wo 20 Herborner Gruppen beteiligt sind. Am AAK-Aktionsstand „Allergiethemen – aktuell und kompakt“ laden wir Interessierte dazu ein, ins Gespräch zu kommen, Ideen auszutauschen und gemeinsam über praktikable Maßnahmen zur Förderung von Gesundheit und Prävention nachzudenken. Ziel ist es, nicht nur zu informieren, sondern gemeinsam Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und dort aktiv zu werden, wo Veränderungen im Alltag, in Kommunen und in der Gesellschaft beginnen können.

 

EINLADUNG

Besuchen Sie unseren Aktionsstand „Allergiethemen – aktuell und kompakt“ anlässlich des bundesweiten Tags der offenen Gesellschaft im Rahmen der Aktion „Engagierte Stadt“ in Herborn am 20. Juni 2026 von 11.00 – 15.00 Uhr. Weitere Informationen hier: Tag der offenen Gesellschaft 2026.



V.i.S.d.P.: Marianne Stock


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