Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind
Hilfen für Kinder mit Asthma, Ekzem oder Heuschnupfen – (AAK) e.V.

GemEinsam

„Ich kann doch nicht die Einzige sein!“

  • Gibt es noch mehr Betroffene oder bin ich allein damit? 
  • Wenn nicht?! Wo sind Sie? 
  • Wen kann ich ansprechen und wo? 
  • Darf ich darüber sprechen oder stelle ich damit mein Kind ins Abseits der Gesellschaft? 
  • Viele Fragen, die mich als Mutter eines allergiekranken Kindes beschäftigt haben und auch weiter beschäftigen. 
  • An wen wende ich mich? 
  • Darf ich beim Jugendamt nach Unterstützung bitten? Oder gerate ich dann in eine Situation, die sich keiner wünscht. Kindesentzug? 
  • Die Angst vor all den unbeantworteten Fragen frisst die Seele auf. 
  • Wie weit darf ich gehen, um mein Kind zu schützen? 
  • Die Unbeteiligten der Situation denken bestimmt ich bin eine Glucke.

Die Antwort auf fast alle Fragen lautet Ja. Ich darf, solange es meinem Kind und mir damit gut geht. Es ist wichtig, im Augenmerk zu behalten, dass nicht das Ausmaß der Krankheit entscheidend ist, sondern meine Gefühle und meine Belastbarkeit mit dieser Situation umzugehen.

Und Ja, man darf Angst haben. Angst ist ein Gefühl, dass jeder anders und zu einem anderem Zeitpunkt, mit einer anderen Intensität empfindet. Es ist nur wichtig, sich einen Rahmen zu stecken, wie weit ich damit allein umgehen kann und wann ich Hilfe brauche.


Doch wer hilft mir?

  • Darf ich mit solchen Problemen zu einer Psychotherapie? Ist es dafür schlimm genug? 
  • Werden mein Kind oder ich dann abgestempelt?

Ja, es hilft. Ich lernte zum ersten Mal kennen, dass sich auch eine andere Person außerhalb der Familie und des Bekanntenkreises für mich und meine Situation interessiert. Allein das reichte mir, wieder neue Kraft zu schöpfen und ein wenig Mut zu entwickeln offen über Probleme zu reden.


Darf ich darüber mit anderen sprechen?

  • Was sagt mein Umfeld dazu? 
  • Wird man dann in eine Situation gedrängt in die man nicht gehört. Man kann auch als junge Mutter eine gute Mutter sein.

Oft gerate ich auch jetzt noch in die Situation eines Generationskonfliktes. Es herrscht auch heutzutage noch ein großer Respekt vor der älteren Generation. Man traut sich oft nicht etwas zu sagen, aus der Angst man könnte als Schwach abgestempelt werde. Heutzutage ist Frau eine starke Frau. Sie schafft alles allein. Doch ist es so? Nein. Man darf sich auch eingestehen, dass man Unterstützung braucht. Aber man darf sich auf behaupten.

Gerade in den Ärztekontakten findet man sich häufig in der Position eines Mäuschen wieder. Man schaut hinauf. Doch meiner Meinung nach ist es falsch. Man sollte und muss als gleichberechtigte Person auf einer Ebene kommunizieren. Man versucht auf den Sachverstand zu vertrauen. Doch was, wenn mein Bauchgefühl etwas anderes sagt. Schließlich kenne ich mein Kind am besten. Mit mehr Selbstsicherheit wird der Gang zum Arzt bedeutend leichter. Auch dem Kind gibt man wesentlich mehr Sicherheit damit. Man darf und sollte auch Nachfragen, wenn man etwas nicht verstanden hat. Es geht hier schließlich um mein Kind. Doch man sollte auf einer sachlichen Ebene kommunizieren.

Die persönliche Unsicherheit und dauernde Enttäuschung bzgl. der Arztbesuche müssen getrennt werden von der Erwartungshaltung an einen selber und an die immer wieder erhoffte Wunderheilung durch die Ärzte.
Die gibt es nicht! Es gestaltet sich wesentlich einfacher im täglichen Umgang, wenn man sich damit abfindet und darauf einlässt. Man muss versuchen, sich das aus der Situation zu ziehen was man in der jeweiligen Zeit benötigt.

Es muss auch nicht immer zu hundert Prozent das Richtige sein, wenn es mir und meinem Kind damit gut geht, ist es das Richtige.

Brauche ich Hilfe von Fachkräften?

Ja! Dann scheue nicht dir die zu holen. Auch einem selber muss es gut gehen. Ich, als Mutter bin ein wichtiger Faktor für die Gesundheit meines Kindes. 

  • Wenn es meiner Seele und mir so nicht gut geht, wie soll mein Kind dann in der Situation damit umgehen? 
  • Wie soll ich ihm weitere Kraft geben, wenn ich selber keine mehr habe? 
  • Wie soll ich Ihm die Angst nehmen, wenn ich selber große Angst habe?

Es gibt leider kein Rezept dafür. Aber es gestaltetet sich wesentlich einfacher, wenn ein Kontakt zu anderen Betroffenen besteht. Nicht um eine Lösung zu finden, die es vielleicht nicht gibt, sondern nur um das Leid zu teilen und um einem selber wider ein bisschen Glauben an sich selbst zu schenken. Denn bekanntlich ist geteiltes Leid, halbes Leid.


Welche finanziellen Mittel gibt es? Staatlich? Privat?

  • Werde ich dann als Schnorrer abgestempelt? 
  • „Sie wussten doch vorher dass Kinder teuer sind!“

Das habe ich auf mein Nachfragen nach Unterstützung zu hören bekommen.

Ja! Dass wusste ich. Habe ich nicht aber trotzdem einen Anspruch auf Hilfe, wenn ich es nicht allein schaffe? Wer? Wo? Welches Formular? Eine Vielzahl von Fragen, die einen schon von Beginn an fast zur Aufgabe zwingen. Doch man sollte es, um es für einen selbst einfacher zu gestalten als Wettkampf sehen. Der Ausgang ist ungewiss, doch jeder Besuch, jedes Formular ist eine Etappe. Ob Sieg oder Niederlage ist dabei Eigentlichkeit egal. Jeder Schritt ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ein großer Teil dieser Fragen blieb mir bis jetzt noch unbeantwortet.

Doch eins habe ich mit Hilfe der AAK und den zustande gekommen telefonischen Kontakten und auch dem MitmachForum festgestellt, man gehört zwar einer gesellschaftlichen Randgruppe an und ist damit einsam für sich in seiner persönlichen Situation.

Doch es gibt viele Betroffene denen es so ergeht. Somit ist man zwar Einsam, aber das Gemeinsam.

Lieben Gruß
(Name)

 

 

Angst frisst die Seele auf

GemEinsam

Ich kann doch nicht die Einzige sein?!

  • Einsam aber das Gemeinsam.
  • Kontakt mit Betroffenen. Austausch über Gefühle und Emotionen.
  • Unabhängig sozialer, gesungheitstechnischer und mentaler Umstände.
  • Mal weg von dem ganzen bürokratischen.
  • Einfach mal die Seele baumeln lassen.
  • Oder / Auch einfach mal informieren.
  • Was und wer ist eine Selbsthilfegruppe.
  • Geht das auch online :)?
  • Sind da auch junge Leute? Oder nur „Oldies“?
  • Vielleicht haben die aber auch Interessante Tipps für mich.
  • Lebenserfahrung. Ein wertvoller Schatz um durch die schweren Situationen zu gelangen.
  • Kann man so etwas teilen?

 

 

Nein, Sie sind nicht die / der Einzige. Kommen Sie zu einem unserer Kinder-Eltern-Treffs zu Erfahrungsaustausch und Themensammlung, die aktuell in Freiburg, Hannover und Herborn (jeden 1. Dienstag im Monat) stattfinden.