Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind
Hilfen für Kinder mit Asthma, Ekzem oder Heuschnupfen – (AAK) e.V.

Allergieauslöser

Je nach Art des Eindringens der Allergene in den Körper unterscheiden wir :

  • Kontaktallergie
  • Inhalationsallergie

Einatmungsallergene sind vor allem Pollen, Hausstaub und Hausstaubmilbe sowie Schimmelpilze. Man nennt sie auch Inhalationsallergene. Ein Kind, das allergisch auf Pollen reagiert, kann nur durch Medikamenteneinnahme während der Zeit des Pollenflugs sinnvoll vor den Symptomen seiner Krankheit geschützt werden. Selbst das gelingt nicht immer vollkommen. Deshalb muss darüber hinaus so weit wie möglich Pollenkontakt vermieden werden: Klassenausflüge und Fahrten sollten besser im September statt im Frühjahr stattfinden. Dort, wo es vom Einzugsbereich her sinnvoll ist, könnte verstärkt über Klassenfahrten im Winter (Ski, Rodeln, Wandern) nachgedacht werden. Auch bei Unterrichtsgängen und Exkursionen gilt: Wenn aus Gründen der Unterrichtsplanung ein Gang ins Freie während der Pollensaison nicht zu vermeiden ist, muss die besondere Situation des erkrankten Kindes berücksichtigt werden. Wenn solche Unterrichtsgänge am Tag vorher angekündigt werden, hat es die Gelegenheit, sich medikamentös auf den Ausflug einzurichten und eventuell Medikamente mitzunehmen, die es sonst nicht bei sich hat.

Nur im Ausnahmefall sollte das Kind nicht teilnehmen; es kommt sonst zu sehr in eine Außenseiterposition.

Hausstaub, Hausstaubmilbe und Schimmelpilze finden sich in Schulen oft in wenig benutzten Fachräumen und in der Sporthalle. Feuchtigkeitsstellen an den Wänden des Klassenraums müssen im Interesse Ihrer und der Gesundheit der Kinder vom Träger der Einrichtung unverzüglich saniert werden. Bitte haben Sie Verständnis für entsprechende Forderungen der Eltern.

Vorsicht beim Einsatz von Spielkisten, Bücherkisten, Kleiderkisten, die längere Zeit in Schränken oder Abstellräumen lagerten!! Bei Kontakt mit Staub und Schimmel, die sich hier gesammelt haben, können allergiekranke Kinder sehr sehr heftig reagieren.

In Turnhallen sind es oft einzelne Bereiche, die besonders allergenhaltig sind: Abstellkammern, Dusch- oder Umkleideräume. Es spricht nichts dagegen, daß sich ein allergiekrankes Kind im - meist sauberen - Lehrerumkleideraum umzieht und beim Aufräumen mit Aufgaben beschäftigt wird, die es nicht in die Abstellkammer führen.

Bei der Wahl von Zielen für eine Klassenfahrt kommen bei allergiekranken Kindern nicht alle Unterkünfte in Frage. Besonders sogenannte "Selbstversorgerhäuser" sind oft zu staubig und voll Hausstaubmilben.

Nahrungsmittelallergene spielen bei Asthma und Neurodermitis oft eine Rolle. Wenn klar erkannt worden ist, daß bestimmte Nahrungsmittel oder Nahrungsmittelbestandteile eine allergische Krankheit bei einem Kind auslösen, müssen sie vermieden werden. Das gilt für gemeinsame Mahlzeiten in der Schule (Frühstück, Geburtstagsfeiern und Hauswirtschaftsunterricht).

Wenn Ihnen eine Bescheinigung des Arztes über eine Nahrungsmittelallergie vorliegt, sollten Sie sich um Einhaltung der Nahrungskarenz auch dann konsequent bemühen, wenn Sie den Eindruck haben, daß das Kind sich selbst mit verbotenen Nahrungsmitteln versorgt. Sie sollten darauf allerdings unbedingt das Kind und die Eltern ansprechen.

Kontaktallergene spielen vor allem bei Ekzem/Neurodermitis eine herausragende Rolle. Neben den direkt auslösenden Stoffen muß auch der Kontakt mit Reizstoffen vermieden werden. Dazu zählen Kosmetika, Haushaltssprays, Desinfektionsmittel, Reinigungsmittel, Staub und Schmutz, Terpentin, manche Klebstoffe und ähnliche Dinge. Vor allem in den Bereichen Basteln, Werken und Kunst sowie Hauswirtschaft wird das zu besonderen Überlegungen führen müssen.

Luftschadstoffe können auch das Befinden beeinträchtigen. Sei es im Winter bei Außenaufenthalten der "Smog" oder sei es in den heißen Sommermonaten die "Ozon-Belastung".

Wir bitten Sie im Interesse der Gesundheit der Kinder, bei solchen Belastungen den Aufenthalt im Freien möglichst zu vermeiden bzw. im Sommer körperliche Anstrengungen von den Kindern nicht zu fordern, z.B. beim Sport, Wandern etc.

Aufnahmewege von Allergenen und Symptomen

Aufnahme durch:

  • Einatmen
  • Verschlucken
  • Hautkontakt
  • Eindringen

Symptome, z.B.:

  • Heuschnupfen
  • Asthma
  • Schock
  • Nesselfieber
  • Magen-Darm-Schleimhautentzündungen
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Ekzem
  • Ödem