Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind
Hilfen für Kinder mit Asthma, Ekzem oder Heuschnupfen – (AAK) e.V.

Glossar

Hinweis / Haftungsausschluss: Die nachfolgenden Erklärungen sind nicht zur Selbstdiagnose geeignet und können und dürfen die ärztliche Betreuung nicht ersetzen! Bei Fragen oder Beschwerden zu gesundheitlichen Themen befragen sie immer den betreuenden Haus- und/oder Facharzt.

Die nachfolgenden Erläuterungen dienen lediglich zur die ärztlichen. Betreuung begleitenden Information und zusätzlichen, vereinfachten Erklärung relevanter Fachbegriffe.

Wir haben die Informationen nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und überprüfen sie regelmäßig auf ihre Aktualität, dennoch können wir diese nicht immer gewährleisten. Aus mangelnder Aktualität lassen sich keine Ansprüche ableiten.

 


 

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Akutpflege: Wirkstoffhaltige Salben oder Cremes, in der Regel mit antibiotischen Bestandteilen, Kortikosteroiden, natürlichen oder synthetischen Gerbstoffen.

Allergie: Übersteigerte Abwehrreaktion des Immunsystems gegen körperfremde Stoffe unserer Umwelt.

Allergische Reaktion: Der Körper reagiert auf eigentlich harmlose körperfremde Stoffe völlig überzogen, da er sie für potentiell gefährlich hält. Es kommt zu einer überhöhten, messbaren Antikörperausschüttung (siehe auch Antikörper) um den vermeintlichen Feind abzuwehren.

Anaphylaxie: Stärkste Form der allergischen Reaktion, die verschiedene Phasen mit sich in der Stärke und Gefährlichkeit steigernden Symptomen umfasst – kann schlimmstenfalls zu Kreislaufzusammenbruch und Organversagen führe.

Antiallergikum: Ein Antiallergikum ist ein Medikament, das die Symptome einer allergischen Reaktion mindert. Es gibt hier verschiedene Wirkstoffgruppen, zur bekanntesten zählen die Antihistamine (siehe auch Antihistamin).

Antibiotika: Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten.

Antihistamin: Wirkstoffgruppe der Antiallergika (siehe auch Antiallergikum). Wirkstoffe, die die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin (siehe Histamin), der bei allergischen Reaktionen ausgeschüttet wird, blockieren oder mindern.

Antikörper – auch Immunglobuline: Bestimmte Proteine, die im Körper als Reaktion auf bestimmte Stoffe (Antigene, Allergene) gebildet werden. Antikörper können – je nach Wirkweise – die Antigene (in unserem Fall die Allergene) blockieren, sich an das Antigen binden, bestimmte andere Zellen aktivieren, die das Antigen "zerstören" etc.

Asthma: Erkrankung, die mit einer anfallsartigen Verengung der Bronchien und der Bildung eines zähen Bronchialschleimes einhergeht, wodurch Atemnot entsteht.

Atemerleichternde Positionen: Atemtechniken oder Körperpositionen, die während akuter Atemnot unterstützend zur medikamentösen Behandlung das Atmen erleichtern können.

Atopie: Vererbte Veranlagung zur Überreaktion von Haut, Atem-/Bronchialsystem und Immunsystem, sogenanntes Allergierisiko. Ob und in welcher Form später Asthma, Allergie und Ekzem auftreten, hängt von anderen Faktoren ab.

Atopisches Ekzem – auch unter Neurodermitis bekannt: Chronisch verlaufende entzündliche Hauterkrankung, die zu den so genannten atopischen Erkrankungen zählt.

Auslassdiät – auch Eliminationsdiät genannt: Hierbei wird bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie, die sich im Blut-/Hauttest nicht eindeutig manifestiert hat, das potentielle Allergen für eine bestimmte Zeit komplett gemieden, um darauf zu schließen, ob die vorhandenen Symptome tatsächlich auf das mögliche Allergen zurückzuführen sind.

Basispflege: Bezeichnung für tägliche Pflege bei Neurodermitis (siehe auch auch Dermatitis). Meist wirkstoffslose Cremes (siehe auch Creme) mit hohem Fettanteil, die trockene, schuppende und gerötete Haut pflegen soll.

Biopsie: Entnahme von Gewebeproben unter lokaler Betäubung. Bei einer Biopsie wird eine kleine Probe des betroffenen Gewebes entnommen, beispielsweise der Haut, und pathologisch untersucht. Es gibt verschiedene Methoden, das Gewebe zu entnehmen, beispielsweise per Stanzbiopsie (hier wird das betroffene Hautarreal bzw. ein Teil der Hautveränderung ausgestanzt) oder die Exzisionsbiopsie (hier wird der betroffene Hautbezirk mittels Skalpell im Ganzen entfernt). Eine Biopsie wird beispielsweise bei unklaren Infektionen oder zur Feststellung einer Psoriasis (siehe Psoriasis) durchgeführt.

Bluttest: Der Bluttest ist eine diagnostisches Mittel im Rahmen der Allergiediagnostik. Bei einer Allergie (siehe Allergie) kommt es bekanntermaßen zu einer messbaren Antikörperreaktion (siehe auch Antikörper) auf einen körperfremden Stoff, ein Allergen. Diese Antikörperreaktion ist in der Regel im Blut nachweisbar. Bei einem Bluttest wird dem Patienten eine Blutprobe entnommen. Diese wird in vitro, das heißt im Labor, untersucht. Zunächst einmal kann der Gesamtspiegel der Immunglobulin E-Antikörper (siehe Immunglobuline) bestimmt werden. Ist dieser erhöht, kann das ein Hinweis auf eine Allergie sein. Ein erhöhter IgE-Wert kann allerdings auch andere Ursachen haben, daher werden zumeist die allergenspezifischen IgE-Antikörper bestimmt. Es werden in der Blutprobe also die Antikörper gemessen,die sich gegen ein bestimmtes Allergen richten. Zwar kann anhand der Menge der IgE-Antikörper eine grundsätzliche Klassifikation der Stärke der möglichen Allergie erfolgen, diese ist jedoch nicht zwingend aussagekräftig. Der Bluttest geht in der Allergiediagnostik daher meist mit einem Haut- und/oder Provokationstest (siehe auch Hauttest) sowie einer Auslassdiät (siehe Auslassdiät) einher.

Bronchitis: Bei einer akuten Bronchitis sind die oberen Schleimhäute der Bronchien entzündet, das kann mit Husten, Fieber und Schleimbildung einhergehen. Eine chronische Bronchitis (siehe auch chronisch) ist eine Sonderform, bei der die Entzündung der Luftwege nicht nach Abklingen der Infektion verschwindet. Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert eine Bronchitis dann als chronisch wenn "Husten und Auswurf an den meisten Tagen während mindestens drei Monaten in zwei aufeinanderfolgenden Jahren" vorliegen. Eine Häufung von Bronchitis kann, wie auch die Häufung anderer Atemwegsinfekte, ein Risikofaktor für Asthma (siehe Asthma) sein, da die Atemmuskulatur durch die häufigen Infekte oft schon geschwächt ist.

Bronchospasmus: Ein Bronchospasmus ist ein Krampf der Atemwegsmuskulatur. Ist die Atemwegsmuskulatur von vorneherein geschwächt – wie beispielsweise bei Asthma (siehe Asthma), Allergien oder Atemwegsinfekten – ist das Risiko für einen solchen Krampf, einen Bronchospasmus, erhöht.

Bradykardie: Eine Bradykardie bezeichnet eine Pulschlagfrequenz, die deutlich unter der normalen liegt. Bei Erwachsenen liegt der Ruhepuls in der Regel zwischen 60 und 80 bpm (beats per minute = Schläge pro Minute), eine Frequenz unter 60 bpm ist eine Bradykardie. Bei Neugeborenen liegt der Ruhepuls zwischen 120 und 140 bpm, bei Säuglingen um die 130 bpm und bei Kindern um die 110 bpm. Das Gegenteil der Bradykardie ist die Tachykardie, d.h. eine Pulsschlagfrequenz, die deutlich über der normalen liegt. Während eines anaphylaktischen Schocks (siehe auch Anaphylaxie) kann es schlimmstenfalls zu einer Bradykardie kommen, es droht Multiorganversagen.

Calcineurin-Antagonist, Calcineurin-Inhibitor: Wirkstoffgruppe in der Neurodermitis-Behandlung. Sie wirken symptomatisch antientzündlich. Calcineurin ist ein körpereigenes Enzym, das die Reaktion des Immunsystems auf körperfremde Stoffe, die sogenannte Immunantwort, reguliert. Durch Calcineurin-Antagonisten werden im Körper Signalwege blockiert, die im Körper für die Entstehung von Entzündungen sehr bedeutend sind.

Chronisch: Krankheitsverläufe lassen sich unter anderem nach ihrem zeitlichen Verlauf einteilen, es gibt akute und chronische Krankheitsverläufe. Akute Krankheiten sind solche, die schnell zum Ausbruch kommen und – je nach spezifischer Krankheit – nach einem bestimmten Zeitintervall wieder enden. Chronische Krankheiten hingegen entwickeln sich in der Regel langsam und sind andauernd, einen Krankheitsbeginn und ein Krankheitsende kann man hier in der Regel nicht ausmachen

Chronisch-rezidivierend: Chronisch-rezidivierende Krankheiten sind solche, die langandauernd (siehe auch chronisch) sind, aber zwischendurch eine Besserung zeigen und sich dann wieder Verschlimmern können, rezidivierend bedeutet hier wiederkehrend. Bei chronisch-rezidivierenden Krankheiten spricht man davon, dass sie schubweise auftreten, wie beispielsweise Neurodermitis.

Codein: Codein gehört zur Gruppe der Opiate (opiumhaltige Arzneimittel) und wird zum Beispiel in Kombination mit anderen Schmerzmitteln eingesetzt oder als Präparat zur Hustenstillung. Codein in Hustensäften wird zur Behandlung von Reizhusten (sogenanntem unproduktivem Husten, also solchem ohne Schleimauswurf) eingesetzt, da es eine dämpfende Wirkung auf die Atemmuskulatur hat. Bei codeinhaltigen Präparaten ist diese dämpfende Wirkung zu beachten, es kann schlimmstenfalls zu einer Atemdepression, einer schlimmstenfalls lebensgefährlichen Abflachung der Atmung kommen. Außerdem kann Codein bei missbräuchlicher Anwendung schnell abhängig machen.

Cortison, Corticoid: Corticosteroide, kurz: Corticoide, sind in der Nebenniere produzierte Steroide, d.h. Hormone. Die uns bekannten cortisonhaltigen Salben, Sprays etc. enthalten häufig Cortisol (Hydrocortison), eine besondere, aktive Form des Cortisons. Cortisol unterdrückt bestimmte Anwehrreaktionen unseres Immunsystems und wirkt vor allem entzündungshemmend, daher die Anwendung bei akuten Asthmaanfällen und Neurodermitis.

Creme: Cremes finden sich sowohl im Arzneimittel- als auch im reinen Pflegesortiment, hier überwiegt in der Regel der ölige Bestandteil, daher haben sie im Gegensatz zu Salben eine geschmeidigere Konsistenz.

CRP: CRP, kurz für C-reaktives Protein, ist ein wichtiger Blutwert zur Bestimmung von Entzündungen, ein sogenanntes Entzündungsparameter. CRP ist ein Eiweiß, das bei Entzündungen vermehrt in das Blut freigesetzt wird (sogenanntes Akut-Phasen-Protein).

Cystische Fibrose (CF): besser bekannt als Mukoviszidose. CF ist eine angeborene Stoffwechselstörung, bei der der Körper durch eine Fehlfunktion bestimmter Körperzellen nicht in der Lage ist, Drüsensekrete (z.B. Bronchialschleim und Galle) zu “verwässern” , die Sekrete werden zähflüssiger als normal und können so die Funktion der betreffenden Organe beeinträchtigen. Durch den besonders zähen Bronchialschleim leiden Betroffene oft an chronischem Husten, häufigen Lungeninfekten und Lungenentzündungen. Durch den nicht richtig funktionierenden Abtransport des Schleims besteht generell eine erhöhte Infektionsgefahr. CF ist nicht heilbar, durch zunehmenden medizinischen Fortschritt aber behandelbar, so dass die Lebenserwartung von an Mukoviszidose erkrankten Personen deutlich gestiegen ist (nähere Informationen hier: http://muko.info/ueber-mukoviszidose.html).

Darmflora: Der Begriff "Darmflora" bezeichnet alle in unserem Darm lebenden Mikroorganismen, die Darmflora ist maßgeblich am Aufbau des Immunsystems und der Abwehr von Krankheitserregern beteiligt. Bei Störungen der Darmflora (beispielsweise krankheitsbedingt, durch einseitige Ernährung oder nach Antibiotika-Einnahme) ist auch die körpereigene Immunabwehr beeinträchtigt. Nach heutigem medizinischen Stand ist auch gesichert, dass die Darmflora maßgeblichen Einfluss auf Hauterscheinungen hat. Eine gestörte Darmflora kann beispielsweise die Dauer und Intensität von Neurodermitisschüben negativ beeinflussen und ist oft auch Ursache für die sogenannte Windeldermatitis, das heißt ein starkes Ekzem im Windelbereich.

Deklarationspflicht: In Deutschland gilt eine Deklarationspflicht für die 14 häufigsten Allergene, darunter Erdnüsse, Soja, Milch und Gluten. Die lebensmittelproduzierende und -verarbeitende Industrie sowie das Gastgewerbe sind verpflichtet, zu kennzeichnen, also zu deklarieren, welche dieser Allergene in ihren Produkten enthalten sind oder sein könnten (interessant hierzu das Portal "Lebensmittelklarheit" der Verbraucherzentralen – www.lebensmittelklarheit.de/ – hier gibt es einen Bereich "Kennzeichnungen" sowie der Wikipedia-Artikel zur Allergenkennzeichnungsrichtliniehttps://de.wikipedia.org/wiki/Richtlinie_2003/89/EG_(Allergenkennzeichnungsrichtlinie))

Deklarationspflichtige Allergene:

  • Glutenhaltiges Getreide ( Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel) sowie daraus hergestellte Erzeugnisse
  • Krebstiere und Krebstiererzeugnisse
  • Eier und Eierzeugnisse
  • Fisch und Fischerzeugnisse
  • Erdnüsse und Erdnusserzeugnisse
  • Soja und Sojaerzeugnisse
  • Milch und Milcherzeugnisse (einschließlich Laktose)
  • Schalenfrüchte sowie daraus hergestellte Erzeugnisse
  • Sellerie und Sellerieerzeugnisse
  • Senf und Senferzeugnisse
  • Sesamsamen und Sesamsamenerzeugnisse
  • Schwefeldioxid und Sulfite
  • Lupine (auch Wolfsbohne) und Lupineerzeugnisse
  • Weichtiere und Weichtiererzeugnisse

Dellwarzen: Dellwarzen sind eine virusbedingte Hauterkrankung. Bei einer Erkrankung treten stets mehrere knotenartige Hautveränderungen auf. Dellwarzen zeigen in ihrer Mitte meist eine Senkung, aus der infektiöses Wundsekret auftreten kann (daher der Name). Die Lokalisation, das heißt wo am Körper die Dellwarzen auftreten, ist abhängig vom Alter und Infektionsweg, eine Infektion (siehe auch Superinfektion) mit dem Dellwarzenvirus kann im Bezug auf Neurodermitis zu den "Superinfektionen" (siehe auch Superinfektion) gezählt werden. Durch die zerstörte Hautbarriere und das geschwächte Immunsystem (siehe auch Immunsystem) sind Kinder und Jugendliche mit Neurodermitis besonders anfällig für eine solche Infektion. Diese verläuft bei Neurodermitikern häufiger auch schwerwiegender und dauert länger.

-derm , -dermis, -derma: Viele Produkte oder Arzneimittel für Neurodermitiker oder zur Hautpflege tragen die Endung -derm, -derma oder -dermis. Dies soll die besondere Eigenschaft der Produkte zur Hautpflege hervorheben. Die Dermis im eigentlichen Wortsinne ist die sogenannte Lederhaut, eine der drei Hautschichten (siehe auch Epidermis und Subcutis).

Dermatitis: Dermatitis ist der medizinische Überbegriff für entzündliche Hauterkrankungen, hierzu zählen zum Beispiel die atopische Dermatitis (siehe atopisches Ekzem, Neurodermitis), die Kontaktdermatitis (siehe Kontaktdermatitis) und das seborrhoische Ekzem (siehe seborrhoisches Ekzem).

Differentialdiagnose: Bei unklaren Krankeitszeichen (siehe auch Symptome) hat ein Arzt nach der Anamnese (Aufnahme der Patientenvorgeschichte) in der Regel eine Verdachtsdiagnose, die er durch Untersuchungen, Bluttests etc. abzuklären versucht. Erhärtet sich dieser Verdacht nicht, hilft die Differentialdiagnose. Diese bezeichnet alle möglichen Diagnosen, die als Erklärung für die Symptome des Patienten in Frage kommen könnten. Als Beispiel: Bei einem schubweise auftretenden Ekzem der Hände ist die Verdachtsdiagnose des Arztes zunächst eine Neurodermatitis, bestätigt sich diese Diagnose nicht, sind die Differentialdiagnosen zu betrachten. Im Beispielfall kann das Psoriasis (siehe Psoriasis), eine Kontaktallergie (siehe auch Dermatitis) oder Pilzinfektion sein.

Eigenbluttherapie: Bei einer Eigenbluttherapie wird dem Patienten Blut entnommen und dieses wird dann wieder injiziert oder nach einer bestimmten Behandlung oder Versetzung mit immunstimulierenden oder homöopathischen Substanzen oral (siehe oral) eingenommen. Dies soll das Immunsystem (siehe Immunsystem) stärken und wird bei Allergien (siehe Allergie), Asthma (siehe Asthma) oder Neurodermitis (siehe auch atopisches Ekzem) eingesetzt. Die Eigenbluttherapie steht mittlerweile zu Recht in der Kritik. Zum einen ist ihre Wirkung wissenschaftlich nicht bestätigt, andererseits birgt sie Risiken, die im Zusatz verschiedener Stoffe zum Blut einerseits (hier können allergische Reaktionen auftreten) und der Reinjektion des Blutes andererseits liegen. Dies kann durch die Behandlung verunreinigt werden, hier zeigt sich ein großes Risikopotential.

Ekzem: Oberbegriff für viele Hauterkrankungen, bei denen sich eine flächenhafte Hautveränderung zeigt. Es treten Knötchen-, Bläschen- und Schuppenbildung, Rötungen und Juckreiz auf (siehe auch ErythemExkoriation, Lichenifikation, Ödem).

Emulsion: Emulsionen sind im Allgemeinen ein Gemisch zweier eigentlich nicht mischbarer Stoffe – in unserem Fall ist eine Emulsion ein Gemisch aus Wasser und Öl in verschiedenen Mengen. Da sich Öl und Wasser naturgemäß nicht gut verbinden, werden dafür Emulgatoren eingesetzt. Cremes sind O/W- Emulsionen, Salben W/O-Emulsionen (siehe O/W-Emulsion und W/O-Emulsion).

Endogene Einflüsse: Endogene Einflüsse auf Neurodermitis sind solche, die im Körper selbst entstehen und auf einer inneren Ursachen beruhen.

Endokrinologie: "Lehre von den Hormonen". Das endokrine System sind sämtliche Organe und Drüsen, die Hormone in den Blutkreislauf abgeben. Die Endokrinologie beschäftigt sich beispielsweise mit Krankheiten wie Diabetes oder Erkrankungen der Nebennierenrinde.

E-Nummern: Die E- Nummern kennzeichnen in Lebensmitteln zugesetzte Antioxidations-, Verdickungs- und Geliermittel, Emulgatoren, Farb- und Konservierungs- sowie Säuerungsmittel.

Epidermis: Oberhaut, die oberste Hautschicht.

Epikutantest: Ein besonderes diagnostisches Mittel im Rahmen des Allergiescreenings, der Epikutantest, eignet sich, um zu klären, ob eine Arzneimittelallergie vorliegt oder die Ursachen eines Kontaktekzems (siehe Kontaktekzem) zu klären. Beim Epikutantest werden mit den verdächtigen Substanzen benetzte Pflaster auf dem Rücken angebracht.

Erythem: Hautrötung, kann innerliche oder äußerliche Ursachen haben, also beispielsweise durch eine Entzündung oder nach äußerer Reizung auftreten.

Exanthem: Der Begriff bezeichnet einen akuten, großflächig auftretenden Hautausschlag. Dieser geht meist mit Infektionskrankheiten wie Masern, Röteln oder Scharlach einher. Der typische Ausschlag, den wir von den Windpocken kennen, ist beispielsweise ein Exanthem.

Exazerbation: Eine Exazerbation meint eine deutliche Verschlechterung bei chronisch (siehe chronisch) verlaufenden Erkrankungen. Exazerbarierte Neurodermitis (siehe auch atopisches Ekzem) meint beispielsweise einen akuten Schub, also eine extreme Verschlechterung des Hautbildes, möglicherweise sogar mit Superinfektion (siehe Superinfektion). Ein Asthmaanfall, also akute Atemnot, ist beispielsweise eine akute Exazerbation des Asthma bronchiale (siehe Asthma).

Exkoriation: Eine Exkoriation ist ein flächiger Substanzdefekt der Haut. Hierbei liegt die obere Hautschicht, die Epidermis (siehe Epidermis) komplett frei und der Defekt reicht in der Regel bis in die obere Schicht der Lederhaut (siehe auch Dermis).

Exogene Einflüsse: Exogene Einflüsse auf die Neurodermitis (siehe auch atopisches Ekzem) sind solche, die nicht aus dem Körper selbst, sondern von außen kommen. Es handelt sich um äußere Einflüsse wie beispielsweise Hautreizfaktoren, Allergene und Wettereinflüsse.

Fenistil®-Tropfen: gehören zur Wirkstoffgruppe der Antihistaminika (siehe Antihistamin). Zur Behandlung tatsächlicher allergischer Reaktion und allergischen Juckreizes unstreitig hilfreich und wirkungsvoll. Zunehmend werden Antihistaminika aber auch bei nicht-allergischer Neurodermitis "zur Juckreizlinderung" angewandt. Diese Verschreibungspraxis steht bei Kinderärzten und Dermatologen zu Recht zunehmend in der Kritik, da die Wirkung bei nicht-allergischer Neurodermitis (also wenn der Juckreiz nicht durch erhöhte Histaminausschüttung im Rahmen einer allergischen Reaktion bedingt ist) vornehmlich darauf beruht, dass die Kinder schläfrig und müde werden. Diese eigentliche Nebenwirkung von Antihistaminika wurde in der Vergangenheit häufig als tatsächliche Linderung des Juckreizes fehlinterpretiert.

Fett-feuchte Verbände: Fett-feuchte Verbände sind ein beliebtes und bewährtes Mittel im akuten (siehe auch Akutpflege) Neurodermitisschub an Rumpf, Beinen oder Armen (bei bestehender Infektion oder sehr starker Exkoriation [siehe Exkoriation] jedoch nicht zu empfehlen, da der Haut hierdurch sowohl die fehlende Feuchtigkeit als auch das fehlende Fett zugeführt werden). Zum Anlegen fett-feuchter Verbände werden die entsprechenden Hautstellen zunächst mit fetthaltiger Basispflege (siehe Basispflege) dick eingecremt, dann wird ein erster Verband (am Besten geeignet sind Schlauchverbände) mit lauwarmem Wasser angefeuchtet (wirklich nur feucht und nicht nass machen!) und auf die entsprechende Stelle angebracht. Dieser Verband sollte – bei längerer Tragedauer – alle zwei bis drei Stunden neu angefeuchtet werden. Über diesen Verband wird ein zweiter, trockener Verband angebracht. Bei der Anwendung bei Säuglingen bitte bedenken, dass bei ihnen eine erhöhte Auskühlungsgefahr besteht. Säuglinge können ihre Körpertemperatur noch nicht so wie Erwachsene regulieren, daher fett-feuchte Verbände immer nur an einer Stelle anwenden.

"Fischschuppenkrankheit", besser: Ichtyosis: Ichtyosis ist eine Sammelbezeichnung für Erkrankungen, bei denen eine genetisch bedingte Verhornungsstörung der Haut vorliegt. Es gibt sie in milden Ausprägungen, bei denen die Haut nur trocken ist, aber auch in ausgesprochenen schweren Verlaufsformen, bei denen die Verhornung derartig gestört ist, dass sich die Haut überhaupt nicht abschuppen kann und die Betroffenen erhebliche Probleme mit der Temperaturregulierung haben. Es droht im Sommer und bei körperlicher Betätigung Überhitzungsgefahr.

GdB, Grad der Behinderung: Der Grad der Behinderung gibt die Beeinträchtigung durch eine Behinderung an, es handelt sich um eine Begriff aus dem Schwerbehindertenrecht.Schwerbehindert sind solche Personen, bei denen der Grad der Behinderung mit mehr als 50 eingestuft ist. Chronische Erkrankungen sind den Behinderungen gleichgestellt, unter bestimmten Umständen kann also auch bei einer Neurodermitis-, Asthma- oder Allergieerkrankung ein Schwerbehindertenausweis beantragt werden. Nähere Informationen zum gesetzlichen Begriff der Behinderung, aber auch Informationen zur Feststellung des GdB bei Asthma, Allergie und Ekzem haben wir auf unserer Homepage unter dem folgenden Link bereitgestellt: www.aak.de/ueber-uns/aak-ags-und-projekte/rechtsoziale-hilfen/der-grad-der-behinderung/.

Gerbstoffe, natürliche und synthetische: Gerbstoffe sind eigentlich chemische Stoffe, die aus Tierhäuten Leder machen. Diese zusammenziehende und austrocknende Wirkung der Gerbstoffe hat sich aber auch die Medizin zu Nutze gemacht. Gerbstoffe werden unter anderem in Produkten zur Neurodermitis-Akuttheraphie angewandt, da sie austrocknend und antimikrobiell wirken. Sie ziehen also sozusagen die Infektion aus der Haut und erschweren das Eindringen neuer Bakterien. Neben den synthetischen (künstlichen) Gerbstoffen in Salben kommen Gerbstoffe auch natürlich, beispielsweise in Tee, vor.Bei nässenden Ekzemen kann es helfen, die betroffenen Stellen mit starkem, erkalteten Schwarztee abzutupfen.

Gesamt-IgE: Anzahl des Immunglobulins E (siehe Immunglobuline) im Körper. Ein erhöhter Wert kann unter Anderem auf eine Allergie hinweisen.

Hausstaubmilbe: Die Hausstaubmilbenallergie gehört zu den Allergien, deren Symptome sich ganzjährig zeigen. Die Bezeichnung ist etwas verwirrend, es ist nicht die Milbe selbst, die allergen wirkt, sondern ein von ihr produziertes Allergen, das sie ausscheidet. Die Ausscheidungen können zu Augenjucken und -tränen, Schnupfen, Husten und Atemnot führen. Umfassende Informationen zu diesem Thema finden sich auf unserer Homepage unter: www.aak.de/allergie-bei-kindern/welche-ausloeser-gibt-es/hausstaubmilben/?L=0'A=0. Im Reiter links sind die verschiedenen Unterthemen zum Bereich Hausstaub und Hausstaubmilben aufgelistet.

Hauttest: Hauttests sind Mittel zur Allergiediagnostik, bei denen die Testung auf der Haut durchgeführt wird. Hierzu zählen der Prick-, Scratch-, Epikutan- und Photopatchtest (siehe EpikutantestPRICK-Test, SCRATCH).

Histamin: Histamin ist ein Hormon und sogenannter Neurotransmitter (Botenstoffe, die – vereinfacht gesagt – für die Reizweiterleitung im Gehirn verantwortlich sind), der insbesondere bei allergischen Reaktionen von Bedeutung ist. Bei einer solchen wird Histamin ausgeschüttet, das im Rahmen der Entzündungsreaktion dazu führt, dass das von der Allergie (siehe Allergie) betroffene Gewebe anschwillt ( beispielsweise die Nasenschleimhäute). Antihistaminika (siehe Antihistamin) gehören daher zur Gruppe der Antiallergika, also Mitteln, die Symptome bei allergischen Reaktionen lindern. Histamin kommt aber auch in einigen Lebensmitteln vor und kann zu Unverträglichkeitsreaktionen (siehe Unverträglichkeit) der Histaminintoleranz – führen.

Herpes simplex-Virus: Erreger von Lippen- und Genitalherpes. Eine Infektion mit dem Herpes simplex- Virus kann für Neugeborene lebensgefährlich sein. Es können Symptome entstehen, die denen einer Blutvergiftung ähneln und schlimmstenfalls tödlich verlaufen. Infektionen mit dem Herpes simplex-Virus gehören auch bei Neurodermitikern (siehe auch atopisches Ekzem) zu gefürchteten Komplikationen. Im Rahmen einer solchen Superinfektion kann es zu hohem Fieber, Bläschenbildung am gesamten Körper und zu einem Anschwellen der Lymphknoten kommen. In einem solchen Fall wird mit Virostatika, also einem Präparat, das die Vermehrung der Viren hemmt, behandelt.

Heuschnupfen: eigentlich missverständliche Bezeichnung für Allergien gegen verschiedenste Pollen. Da Gräserpollen in diesem Bereich die größte Rolle spielen, ist vermutlich auch der Name Heuschnupfen entstanden. Die Pollenallergien gehören zu den klassischen Allergien des Typs I, des Soforttyps. Die Symptome gehen vom klassischen allergischen Schnupfen über gerötete und juckende Augen bis hin zu Kopfschmerzen und allgemeiner Abgeschlagenheit. Nähere Informationen zum Heuschnupfen und dem möglichen Zusammenhang mit Bronchialasthma finden sich auf unserer Homepage unter folgenden Links: www.aak.de/familienalltag-allergie/kindergarten-schule/heuschnupfen/?L=0'A=0 und www.aak.de/allergie-bei-kindern/wie-zeigen-sich-allergien/haeufiger-schnupfen/?L=0'A=0.

Hyposensibilisierung: Die Hyposensibilisierung ist eine Methode zur Allergiebehandlung. Im Gegensatz zu Mitteln wie Antihistaminika, die die Symptome allergischer Reaktionen abschwächen sollen, will die Hyposensibilisierung das Problem sozusagen "an der Wurzel packen", die Allergie also kausal (ursächlich) behandeln. Bei der Hyposensibilisierung werden zunächst ganz geringe Mengen des betreffenden Allergens unter die Haut, also subkutan, injiziert. Die Menge dieses Allergens wird stetig gesteigert, um so eine Toleranz des Organismus gegen das Allergen zu erzeugen. Naturgemäß kann es auch schon bei geringen Mengen zu einer allergischen Reaktion des Patienten kommen und so muss die Hyposensibilisierung stets unter ärztlicher Überwachung geschehen und aus ärztlicher Sicht auch indiziert (also überhaupt für die entsprechende Allergie bei diesem bestimmten Patienten geeignet) sein. Nach einer bestenfalls erfolgreichen Hyposensibilisierung hat der Körper eine Toleranz gegen das Allergen ausgebildet, es kommt beim Kontakt also nicht mehr zu der für Allergien charakteristisch erhöhten Antikörperausschüttung.

Infektion: Eine Infektion entsteht durch das Eindringen von Bakterien, Viren oder Parasiten in den Körper (sogenannte Mikroorganismen).

Inhalationsallergene: Allergien des Soforttyps I zeigen sich häufig in Form von Erkrankungen der Augen, Schleimhäute oder Atmungsorgane. Dies wird dadurch ausgelöst, dass die Schleimhaut über die Luft mit den spezifischen Allergenen in Kontakt kommen.Diese Allergene, die durch die eingeatmete Luft "in den Körper" gelangen, nennt man Inhalationsallergene. Sie können in pflanzliche (beispielsweise Pollen, Staub, ätherische Öle, Duftstoffe), chemische (zum Beispiel Epoxidharze, Arzneimittelstäube, Enzyme) und tierische (beispielsweise Tierhautschuppen oder -haare, Federn, Hausstaubmilben) Allergene klassifiziert werden.

Insektenstichallergie: Bereits bei einem normalen Insektenstich kommt es zu einer Rötung und einer schmerzhaften, geschwollenen Quaddel, die mit Juckreiz einhergeht.Diese normalen Erscheinungen nach einem Insektenstich treten bei Insektenstichallergikern deutlich extremer auf und können sich bis zu einer lebensgefährlichen Reaktion, dem anaphylaktischen Schock (siehe Anaphylaxie) steigern. Bei einer allergischen Reaktion auf einen Stich treten nesselfieberartige Quaddeln am ganzen Körper, Kehlkopfschwellungen und eine Beeinträchtigung der Atmung auf, die schlimmstenfalls zu einer Anaphylaxie führen können. Insbesondere Bienen, Wespen, Hornissen und Hummeln lösen besonders schwere allergische Reaktionen aus. Zur Insektenstichallergie gibt es auch auf unserer Homepage unter folgendem Link weiterführende Informationen: www.aak.de/allergie-bei-kindern/welche-ausloeser-gibt-es/insektenstiche/.

Immunglobuline: Immunglobuline bezeichnen verschiedene Klassen von Eiweißen, die im Immunsystem (siehe Immunsystem) als Antikörper bei körpereigenen Abwehrreaktionen dienen. Es gibt die Immunglobuline A, D, E, G, M, W und Y. Im Rahmen der Allergiediagnostik ist insbesondere das IgE, das Immunglobulin E von besonderer Bedeutung, da dieses bei allergischen Reaktionen vermehrt ausgeschüttet wird und im Blut einmal als Gesamt-IgE und auch als allergenspezifischer Wert nachzuweisen ist.

Immunsystem: das Immunsystem ist ein Schutzsystem unseres Körpers zur Abwehr fremder Stoffe. Es soll verhindern, dass fremde Stoffe in unseren Körper eindringen und dort Gewebeschäden anrichten. Zum Immunsystem gehören mechanische und physiologische Schutzfaktoren, spezialisierte Zellen, Proteine und psychische Immunfaktoren. Haut, Schleimhäute, Atemwege und Magen-Darmtrakt gehören zu den mechanischen Barrieren unseres Immunsystems. Die Haut ist die äußerste Barriereschicht, durch den Schleim auf den Schleimhäuten sollen körperfremde Stoffe gebunden werden. Auch die Atemwege binden durch ihren Schleim und sorgen zusätzlich für den Abtransport körperfremder Stoffe über die Flimmerhäarchen und der Magen-Darm-Trakt versucht durch die Magensäure und andere Enzyme zuletzt die eindringenden Mikroorganismen abzutöten und durch die Darmflora (das heißt die ohnehin im Darm vorhandenen Bakterien) Infekte (siehe Infektion) abzuwehren. Wenn dieses Immunsystem nicht richtig auf Antikörper reagieren kann, die Immunantwort also fehlerhaft ist, können unter anderem Asthma, Ekzem und Allergien entstehen und diese Erkrankungen können weitere fehlerhafte Immunantworten begünstigen. Eine sogenannte überschießende Immunantwort, also eine Überreaktion des Körpers auf eigentlich ungefährliche körperfremde Stoffe kennzeichnet beispielsweise beispielsweise Allergien (siehe Allergie). Bei Neurodermitikern (siehe auch atopisches Ekzem) kann die Haut im akuten Schub ihrer Barrierefunktion nicht mehr gerecht werden und das Auftreten von Superinfektionen (siehe Superinfektion) wird begünstigt. Asthma bronchiale ist im Wesentlichen eine Erkrankung, die durch eine Übererregbarkeit des Bronchialsystems gekennzeichnet ist, auch hier können die Atemwege ihrer eigentlichen Funktion im Immunsystem nicht mehr richtig gerecht werden. Zum Einfluss des Immunsystems auf Asthma, Allergie und Ekzem lohnt es sich, die Suchfunktion unserer Homepage zu nutzen.

Kaliumpermanganatbäder: Kaliumpermanganat ist das Salz der Permangansäure,es wird häufig als Desinfektionsmittel eingesetzt. Besonders bei Neurodermitis (siehe auch atopisches Ekzem) oder Windeldermatitis (siehe Windeldermatitis) kann Kaliumpermanganat äußerlich angewandt werden. Bei einem akuten Neurodermitisschub mit offenen und entzündeten Stellen eignet sich Kaliumpermanganat wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung als Badezusatz. Kaliumpermanganatkristalle sind rötlich-violett,nach einem Bad darin kann sich die Haut bräunlich verfärben. Dies ist nicht schlimm und verliert sich nach einiger Zeit wieder. Hinsichtlich der Badedauer und der Dosierung sollte der Kinderarzt oder Dermatologe befragt werden.

Kuhmilcheiweißallergie / -unverträglichkeit: Das erste Fremdeiweiß, mit dem Kinder in Kontakt kommen ist in der Regel Kuhmilcheiweiß, da dieses in fast allen gängigen Milchnahrungen enthalten ist. Wie auf prinzipiell alle körperfremden Stoffe kann der Körper auch auf Kuhmilcheiweiß allergisch oder mit Unverträglichkeitsreaktionen reagieren. Kuhmilcheiweiß besteht aus verschiedenen Proteinen: Kasein, β-Laktoglobulin, α-Laktoglobulin, Rinder-Serum-Albumine, Laktoferrin, Immunglobuline. Der Körper kann prinzipiell auf jedes dieser Proteine allergisch reagieren. Kasein, β- und α-Laktoglobulin sind jedoch die häufigsten Auslöser. Entgegen der früheren Empfehlung sind diese Eiweißstrukturen auch in anderen tierischen Milchen wie Ziegen-, Schaf- und Stutenmilch enthalten. Diese eignen sich daher nicht zur Säuglingsernährung.

KonjunktivitisBindehautentzündung: Eine solche Bindehautentzündung kann mechanische Ursachen haben, also durch Reize wie Rauch und trockene Luft oder durch Probleme mit dem Tränenfilm des Auges entstehen. Auch Viren oder Bakterien können eine Bindehautentzündung auslösen, eine virale Bindehautentzündung ist häufig eine Begleiterscheinung vieler Kinderkrankheiten. Häufig sind auch Allergien der Auslöser für eine Bindehautentzündung. Sie kann als Symptom des klassischen Heuschnupfens (siehe Heuschnupfen), aber auch durch allergische Reaktionen auf Make-Up oder Staub auftreten. Bei einer Konjunktivitis werden in der Regel Augentropfen eingesetzt, je nach Ursache antibiotische oder Tropfen, die Antihistaminika (siehe Antihistamin) oder Corticoide (siehe Cortison, Cortikoid) enthalten.

Kontaktdermatitis: Der Kontaktdermatitis liegt im Gegensatz zum Kontaktekzem keine allergische, immunologische Reaktion zugrunde. Die Entzündung der Haut entsteht hier durch äußere Reizung durch Kontakt mit dem Stoff, sie tritt nur akut auf und ist in der Regel scharf begrenzt. Symptome sind Juckreiz, Spannungsgefühl, gerötete, geschwollene und hitzige Haut.

Kontaktekzem: Wie auch das atopische Ekzem, die Neurodermitis, lässt sich das Kontaktekzem in verschiedene Stadien mit verschiedenen Hauterscheinungen einteilen: das akute Stadium (hier mit ähnlichen Symptomen wie bei der Kontaktdermatitis; Rötung, Nässen, Bläschen- und Knötchenbildung, Juckreiz), das subakute Stadium (Juckreiz und Knötchenbildung überwiegen) und das chronische (siehe chronisch) Stadium (Hautwucherungen, die zu einer Verdickung und lederhaften Erscheinung der Haut führen, kaum akute Entzündungszeichen, aber starker Juckreiz). Die häufigsten Auslöser für eine Kontaktallergie sind Nickel, Farbstoffe, Kosmetika, Medikamente und viele Pflanzen. Wie auch bei der Neurodermitis richtet sich die Behandlung nach dem konkreten Stadium, in dem sich das Ekzem befindet.

Kortison, Kortikosteroide: siehe Cortison, Corticoid

Lichenifikation: Bezeichnung für eine Hautveränderung bei Neurodermitis (siehe auch atopisches Ekzem), hier erscheint die Haut flächenweise lederartig und verdickt.

Linolsäure: Linolsäure ist eine zweifach ungesättigte Fettsäure und ein essentieller Nährstoff, der für Entzündungsprozesse im Körper von großer Bedeutung ist. Linolsäure ist außerdem ein Bestandteil der Epidermis (siehe Epidermis) und dort mit anderen Stoffen für die Regulation des Wasserhaushaltes entscheidend. Bei bereits geschädigter Haut kann Linolsäure bei Anwendung in Cremes (siehe Creme) oder Salben (siehe Salbe) angewendet unter anderem äußerlichen Hautreizungen (siehe auch Kontaktdermatitis) entgegenwirken.

Lippenbremse: Atemtechnik, die bei akuten Asthmaanfällen das Atmen erleichtern kann. Es wird ruhig über die Nase eingeatmet und durch den fast geschlossenen Mund wieder ausgeatmet.

lokal, lokalisiert, Lokalisierung: bezieht sich alles darauf, wo sich beispielsweise die entsprechende Hautveränderung befindet – an welcher Körperstelle. Ein atopisches Ekzem kann beispielsweise nur am Körper, aber auch im Gesicht lokalisiert sein, bei einer Windeldermatitis (siehe Windeldermatitis) zeigen sich Hautveränderungen lokal, d.h. im Windelbereich.

Lungenfunktionstest, Lufu: Der Lungenfunktionstest hilft, die Leistungsfähigkeit der Lunge zu überprüfen, insbesondere bei der Diagnostik und Verlaufskontrolle von Lungenkrankheiten wie zum Beispiel Asthma (siehe Asthma) ist der Lungenfunktionstest von besonderer Bedeutung. Ein Lufu-Test kann als Spirometrie, "kleiner Lungenfunktionstest" durchgeführt werden. Hierbei wird die Luftmenge beim Ein- und Ausatmen und die Geschwindigkeit des Luftstroms gemessen. Beim "großen Lungenfunktionstest", der Ganzkörper-Plethysmografie, wird nicht nur die aus- und eingeatmete Luftmenge , sondern auch die nach vollständiger Ausatmung in der Lunge zurückbleibende Luft bestimmt (siehe Residualvolumen).

Mechanische Reize: Im Hinblick auf Hauterkrankungen sind mechanische Reize jegliche Einwirkungen von außen, die die Haut irgendwie reizen können, beispielsweise Druck oder Reibung erzeugen oder die Haut dehnen. Viele Neurodermitiker (siehe auch atopisches Ekzem) haben zum Beispiel Probleme, wenn sie stellenweise enge Kleidung oder solche aus Wolle tragen, da diese Druck und Reibung erzeugt und den Hautzustand negativ beeinflussen können.

Medizinische Rehabilitation: Neben der sozialen und beruflichen eine besondere Form der Rehabilitationsmaßnahmen, hier erfolgt die Behandlung durch Ärzte oder anderes medizinisches Personal. Eine medizinische Reha kann auch direkt nach einem längeren Krankenhausaufenthalt erfolgen, dies nennt sich dann Anschlussheilbehandlung. Bei Kindern ist eine medizinische Reha prinzipiell indiziert, wenn das Kind erheblich erkrankt ist, aber die Chance besteht, dass eine wesentlich Besserung oder gar Wiederherstellung der Gesundheit zu erreichen ist. Träger der Rehabilitationsmaßnahmen ist in der Regel die Rentenversicherung (Information der DRV zu diesem Thema hier: www.deutsche-rentenversicherung.de).

Nahrungsmittelallergie: Nahrungsmittelallergien können sich in verschiedensten Ausprägungen zeigen, eine allgemeine Erklärung ist daher nur schwer zu finden. Nahrungsmittelallergien (siehe Allergie) können sich bereits im frühesten Säuglingsalter, aber auch erst mit zunehmendem Alter zeigen. Sie können sich im Laufe der Zeit zurückbilden, also verschwinden, sich aber auch in ihrem Erscheinungsbild (beispielsweise im Hinblick auf die Symptome) stark verändern. Es gibt Lebensmittelallergien, bei denen sich die Symptome sofort nach dem Verzehr zeigen (dies ist häufig bei Nuss-Allergien der Fall). Manchmal zeigen sich die Symptome aber auch erst Stunden später. Die Symptome bei Nahrungsmittelallergien können sich nur auf den Magen-Darm-Trakt beziehen (hier ist die Unterscheidung zwischen Allergie und Unverträglichkeitsreaktion besonders schwierig), aber auch über Atembeschwerden bis hin zu Anaphylaxie reichen. Die Diagnostik ist bei Lebensmittelallergien, wie bei vielen anderen Allergien auch, nicht immer ganz einfach. Zunächst wird auf Haut- und Bluttests zurückgegriffen, welche aber auch falsch negativ ausfallen können. In der Regel bieten bei Nahrungsmittelallergien Provokationstests und die Eliminationsdiät die aussagekräftigsten Ergebnisse (vergleiche hierzu auch PRISTRAST).

Nickelallergie: Beispiel für eine der häufigsten Kontaktallergien (siehe Kontaktdermatitis), die Nickelallergie ist eine Allergie vom Typ IV, also dem Spättyp). Je nach Stadium (akut, subakut, chronisch) zeigt sich diese Allergie mit akuten Entzündungsreaktionen, Juckreiz und Knötchenbildung oder Lichenifikationen (siehe Lichenifikation). Neben der dem Stadium angemessenen Behandlung (Salben mit Cortikosteroiden (siehe Corticoid) oder Gabe von Antihistaminika (siehe Antihistamin) ist hier das oberste Gebot, den auslösenden Reiz auszuschalten. Hier ist insbesondere Modeschmuck problematisch, da dieser oft stark nickelhaltig ist. Auch Produkte die als “Nickelfrei” ausgezeichnet sind, können oft noch Spuren davon enthalten, was bei empfindlichen Menschen schon zur Auslösung eines allergischen Kontaktekzems genügt. Nickel kommt aber nicht nur in Modeschmuck sondern auch in Edelstahl, Legierungen für medizinische Instrumente und Münzen vor, so dass bei der Suche nach dem konkreten Auslöser beispielsweise auch Kochtöpfe, Geldstücke, Scheren und Ähnliches bedacht werden müssen.

Notfallplan: Bei Allergien (siehe Allergie), insbesondere bei Lebensmittelallergien, empfehlen wir, wenn es sich um ein Kind im Kindergarten- oder Schulalter handelt, in KiGa oder Schule einen Plan zu hinterlegen, der über das richtige Vorgehen in Notfallsituationen informiert.

obstruktiv, Obstruktion: Obstruktiv bedeutend bei entzündlichen Prozessen hemmend bzw. verstopfend, im Bezug auf Lungenerkrankungen meint der Begriff Obstruktion eine dauerhafte Verengung der Atemwege (beispielsweise bei einer chronisch-obstruktiven Bronchitis, COB).

Ödem: Ein Ödem ist eine Gewebeschwellung, die durch Wasser bzw. Flüssigkeitsansammlungen entsteht. Ödeme können auch zum Erscheinungsbild von Neurodermitis (siehe auch atopisches Ekzem) gehören.

Oral: über den Mund. Tabletten werden oral eingenommen, allergische Reaktionen können im Rahmen des Provokationstests durch orale Gabe provoziert werden.

O/W-Emulsion: Öl-Wasser-Emulsion (siehe Emulsion). Bei Cremes überwiegt in der Regel der wässrige dem öligen Anteil, das heißt es handelt sich um Öl-in-Wasser-Emulsionen (O/W).

Photoallergie: Ene phototoxische (siehe toxisch) oder photoallergische Reaktion kann entstehen, wenn zu der Anwendung bestimmter Stoffe (hauptsächlich bestimmte Medikamente) Kontakt mit UV-Strahlung hinzukommt. Bei phototoxischen, also giftig wirkenden Vorgängen kommt es durch den Kontakt mit UV-Strahlen zu einer Steigerung der schon vorhandenen “Giftigkeit” , also Toxizität der Stoffe. Die photoallergische Reaktion hingegen läuft etwas komplexer ab. Hier wird durch die UV-Einwirkung auf den Körper aus einem Halb-Antigen (ein Antigen, das SO noch keine vermehrte Antikörperreaktion, also allergische Reaktion auslösen kann) eine neue Substanz gebildet, die durch Verbindung mit körpereigenen Eiweißen zu einem Vollantigen erstarkt. Dieses Vollantigen löst eine Antikörperreaktion aus, es kommt zu einer Allergie vom Spättyp IV. Diese zeigt sich in allergischen Hautveränderungen. Zu den auslösenden Stoffen können – äußerlich zugeführt – Teerprodukte, Antimyotika (Mittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen) und Phenotiazine (Bestandteile von Beruhigungsmitteln, Antidepressiva und Antihistaminika) zählen. Bei innerlicher Anwendung können Doxyciclin (Antibiotikum), auch hier Phenotiazine und Tetracyclin (ebenfalls ein Antibiotikum) dazu zählen.

Phototherapie: Bestrahlung mit UV-Licht. Die Phototherapie kann bei verschiedenen Hauterkrankungen wie Neurodermitis (siehe auch atopisches Ekzem) oder Psoriasis (siehe Psoriasis) einen guten Effekt auf das Hautbild, Intensität und Ausprägung der Schübe haben.

Plethysmografie, Bodyplethysmografie: großer Lungenfunktionstest, bei dem Volumen- und Flussparameter, Atemwiderstand und thorakales Gasvolumen bestimmt werden.

Pollen: auch Blütenstaub genannt, sind die männlichen Geschlechtszellen von Blütenpflanzen. Ein einzelnes Pollenkorn hat einen Durchmesse von 0,0025 bis 0,25 μmm Durchmesser. Im allergologischen Bereich sind windbestäubte Pflanzen von größter Bedeutung, es gibt aber auch Allergien gegen insektenbestäubte Pflanzen, besonders bei engem Kontakt. Die Pollenallergie ist tatsächlich die am weitesten verbreitete allergische Erkrankung, vergleiche hierzu auch Heuschnupfen und www.aak.de/familienalltag-allergie/kindergarten-schule/heuschnupfen/.

PRICK-Test: Hauttest zur Feststellung einer allergischen Sofortreaktion. Hier wird eine Lösung, die das verdächtige Allergen enthält, auf die Haut geträufelt. Dieser Tropfen wird mit einer Lanzette eingestochen. Anhand der Hautreaktion lässt sich Rückschluss auf eine mögliche Allergie und ihre Stärke ziehen.

PRISTPapier-Radio-Immun-Sorbens-Test: Bluttest (siehe Bluttest) im Rahmen der Allergiediagnostik. Hier wird der Gesamt-IgE bestimmt, also die Anzahl der sich im Blut befindlichen Immunglobuline E. Ist dieser Wert erhöht, kann dies zum einen auf eine Allergie (siehe Allergie) hinweisen (IgE sind Antikörper [siehe Antikörper], die unter anderem bei einer allergischen Reaktion ausgeschüttet werden). Erhöhte IgE-Werte können aber auch durch andere Immunerkrankungen bedingt sein (siehe auch Immunglobuline).

Pruritus: Pruritus ist die medizinische Bezeichnung für Juckreiz oder andere Missempfindungen der Haut. Im Rahmen der Diagnostik und Verlaufskontrolle von entzündlichen und chronisch-rezidivierenden (siehe chronisch und rezidivierend) Hauterkrankungen wie beispielsweise der Neurodermitis (siehe auch atopisches Ekzem) gehört der Juckreiz zu einem wichtigen Kriterium.

Pseudokrupp: Pseudokrupp ist eine insbesondere im Kindesalter häufig auftretende akute Kehlkopfentzündung, die durch eine Virusinfektion (siehe Infektion) bedingt ist. Pseudokrupp ist daher also eigentlich keine chronische bzw. allergische Erkrankung, dennoch tritt diese Kehlkopfentzündung bei allergie- oder asthmageschwächten Kindern häufiger auf und verläuft auch schwerwiegender. Ein Pseudokrupp-Anfall lässt sich nach Ausmaß der Symptome in verschiedene Schweregrade einstellen. Die klassischen Symptome, die in verschiedener Ausprägung auftreten können, sind ein bellender Husten, Heiserkeit, ein pfeifendes Geräusch beim Einatmen, beschleunigte Atmung und Atemnot. Die Behandlung des Pseudokrupps richtet sich nach seinem Ausmaß. Gegen die Kehlkopfschwellung kann Prednison verabreicht werden, ein Corticosteroid (siehe Corticoid). Zwar heilt Pseudokrupp in der Regel ohne Behandlung ab, liegt jedoch eine hochgradige Atemnot vor, muss unter Umständen eine Inhalation mit Adrenalin erfolgen. Daher Pseudo-Krupp bei Kindern immer ärztlich abklären lassen und bei akuter Atemnot notfalls den Rettungswagen verständigen!

Psoriasis: Schuppenflechte, wie das atopische Ekzem (siehe atopisches Ekzem) ebenfalls eine nicht-ansteckende chronisch-entzündliche (siehe chronisch) Hauterkrankung. Psoriasis zeigt sich durch stark schuppende, gerötete und juckende Hautstellen, die von punktförmiger Größe bis zur Größe eines Handtellers erscheinen können. Im Gegensatz zum atopischen Ekzem kann Psoriasis auch als sogenannte Systemerkrankung auftreten, das heißt, weitere Organe wie zum Beispiel das Herz-Kreislauf-System oder die Gelenke befallen (hier kommt es dann zu entzündlichen Veränderungen). Psoriasis und Neurodermitis sind mitunter schwer voneinander abzugrenzen,das atopische Ekzem gehört somit zu den Differentialdiagnosen (siehe Differentialdiagnose) der Psoriasis (umgekehrt natürlich auch).

RAST Radio-Allergo-Sorbent-Test, Bluttest (siehe Bluttest): im Rahmen der Allergiediagnostik. Im Gegensatz zum PRIST (siehe PRIST) wird hier der allergenspezifische Antikörper- , sprich IgE-Wert (siehe Immunglobuline) bestimmt. Zwar kann diese Methode relativ genaue Ergebnisse liefern, ist aber dennoch immer nur ein Teil der Allergiediagnostik. Allein aus den Ergebnissen dieses Tests sollten noch keine weitergehenden therapeutischen Schlüsse gezogen werden.

Rhagade: Der Begriff kommt aus dem altgriechischen und bedeutet soviel wie "Einriss., Bei chronisch- rezidivierenden Hauterkrankungen wie zum Beispiel Neurodermitis (siehe auch atopisches Ekzem) kann es an Hautbereichen, die stark bewegt werden, zu Hauteinrissen kommen. Aufgrund der Schädigungen durch die Erkrankung verliert die Haut an Elastizität, so dass sie schneller einreißt, zum Beispiel besonders häufig an den Mundwinkeln oder Fingerknöcheln.

Rhinitis: Rhinitis ist der medizinische Begriff für Schnupfen, also eine Entzündung der Nasenschleimhaut. Allergische Nasenerkrankungen, wie zum Beispiel der Heuschnupfen (siehe Heuschnupfen) werden als Rhinopathie bezeichnet

Residualvolumen: Das Residualvolumen ist eine Größe, die maßgeblich der Lungenkapazität zugerechnet wird. Dieses Residualvolumen ist die Luftmenge, die in den Lungen gehalten wird. Im Rahmen der normalen Atmung atmet man die Lunge niemals “leer", das heißt es verbleibt immer eine gewisse Menge an Luft in der Lunge. Bei lungengesunden Erwachsenen beträgt das Residualvolumen 1,5 Liter.

Rezidivierend – wiederkehrend: Chronische (siehe chronisch) Erkrankungen wie beispielsweise Neurodermitis sind häufig chronisch-rezidivierend. Das bedeutet, sie sind zwar chronisch, also nicht akut mit abgrenzbarem Krankheitsbeginn und -ende, zeigen aber Phasen der Besserung oder Symptomfreiheit und kehren dann wieder, rezidivieren also.

Salbe: Präparat zur äußerlichen Anwendung, in der Regel wirkstoffhaltig – im Hinblick auf Neurodermitis antibiotische Salben. Salben mit Cortison (siehe Corticoid) oder synthetischen bzw. natürlichen Gerbstoffen (siehe Gerbstoffe). Salben sind meist Wasser-in-Öl-Emulsionen (siehe Emulsion), W/O , das heißt der ölige Bestandteil überwiegt.

Schimmelpilze: Allergien ausschließlich gegen Schimmelpilze sind recht selten, aber mit steigender Allergieanzahl in der Bevölkerung rückt auch die Schimmelpilz-Allergie weiter in den Fokus. Besonders Eltern von Kindern mit Hausstaub(milben)allergien (siehe Hausstaubmilbe) sollten sich mit diesem Thema näher beschäftigen, da die Milben häufig in Symbiose mit Schimmelpilzen leben. Die Symptome der Schimmelpilzallergie zeigen sich meist im Atem- und Bronchialsystem, häufig sind Schnupfen, Niesreize, Husten und Asthma (siehe Asthma). Eine Manifestation der Symptome auf der Haut und im Magen-Darm-Trakt ist auch möglich. Schimmelpilze, die häufig Ursache allergischer Erkrankungen sind, sind Alternaria tenius (Alternata), Cladosporium herbarum, Fusarium, Aspergillus, Penicillium und Mucor. Auf unserer Homepage haben wir uns intensiv mit diesem Thema beschäftigt und stellen Informationen zu Bedeutung und Vorkommen der Schimmelpilze und auch anderen schimmelpilzbedingten Erkrankungen bereit. Der Themenkomplex ist unter folgendem Link abzurufen: www.aak.de/allergie-bei-kindern/welche-ausloeser-gibt-es/schimmelpilze/.

Schwarztee: Schwarztee ist im Bereich der Neurodermitis-Behandlung ein gutes und anerkanntes Hausmittel. Diese Wirkung liegt insbesondere in den Inhaltsstoffen des Schwarztees; er enthält natürliche Gerbstoffe (siehe Gerbstoffe). Diese haben auf die Haut eine zusammenziehende, verdichtende Wirkung. Durch diese Wirkung wird eine Art Schicht auf der Haut gebildet, durch die sich Bakterien und Viren weniger vermehren können. Weiterhin wird die "Entzündung" sozusagen aus der Haut gezogen. Bei akuten, nässenden Ekzemen können daher Schwarzteeumschläge oder das Abtupfen der betreffenden Stellen mit Schwarztee Linderung verschaffen

SCRATCH: Bezeichnung für einen Hauttest (siehe Hauttest) im Rahmen der Allergiediagnostik. Er wird – ähnlich wie der PRICK-Test (siehe PRICK-Test) durchgeführt, die Haut wird oberflächlich eingeritzt und dann wird eine Lösung mit dem verdächtigen Allergen aufgetropft und teils noch eingerieben.

Seborrhoisches Ekzem: Das seborrhoische Ekzem ist eine chronisch-rezidivierende (siehe auch chronisch und rezidivierend) Erkrankung, die sich meist mit Hautveränderungen auf der Kopfhaut und im Gesicht zeigt. Es tritt ein schuppender Ausschlag auf, häufig mit gelben Krusten. Je älter die Person ist, desto leichter lässt sich diese Erkrankung aufgrund der typischen Lokalisation (siehe lokal) diagnostizieren. Allerdings sind häufig Säuglinge und Kleinkinder von dieser Erkrankung betroffen, bei denen die Diagnose deutlich schwieriger ist. Bei Säuglingen kann das Ekzem aufgrund der gelb-bräunlichen Verkrustung häufig mit Milchschorf verwechselt werden. Ähnlich wie bei der Neurodermitis (siehe auch atopisches Ekzem) sind die Ursachen der Erkrankung nicht ganz geklärt. Da sich das Ekzem häufig auf der Kopfhaut zeigt, wird vermutet, dass eine übermäßige Talgproduktion eine der Ursachen sein kann. Auch lässt sich bei Patienten mit seborrhoischem Ekzem häufig beobachten, dass ihre Haut vermehrt mit einem eigentlich harmlosen Hefepilz besiedelt ist. Daher wird dieses Ekzem neben Calcineurin-Inhibitoren (siehe Calcineurin-Inhibitor) und Cortison (siehe Corticooid) häufig auch mit antimyotischen Salben, also "Anti-Pilz-Mitteln" behandelt.

Spirometrie: kleiner Lungenfunktionstest, bei dem Fluss- und Volumenparameter der Lunge gemessen werden.

Staphylococcus aureus: ein eigentlich harmloses traubenförmiges Bakterium, das die meisten Menschen auf der Haut tragen. Bekannt geworden ist insbesondere eine Mutation dieses Bakterium durch viele MRSA-Infektionen in Krankenhäusern oder Gebäuden, die stark öffentlich frequentiert sind. MRSA bedeutet methicillinresistenter Staphylococcus aureus. Multiresistent meint, dass Infektionen mit diesem Bakterium nicht mit gängigen Antibiosen in den Griff zu bekommen sind. Das Bakterium hat sich so verändert, dass die meisten Antibiotika es nicht mehr angreifen und abtöten können.
Bei immungeschwächten Menschen, also beispielsweise bei älteren oder erkrankten Personen, kann schon eine solche Infektion mit nicht mutierten Staphylokokken schwerwiegend verlaufen. Gerade bei Neurodermitikern (siehe auch atopisches Ekzem), deren Immunsystem (siehe Immunsystem) durch die zerstörte Hautbarriere häufig nur noch eingeschränkt funktioniert, kann eine solche Infektion zum Problem werden. Im Gegensatz zu Infektionen ist multiresistenten Staphylokokken-Bakterien ist eine "normale" Staphylokokken-Infektion mit Antibiotika gut behandelbar. Bei Neurodermitikern wird diese Behandlung meist kombiniert, das heißt sowohl oral als auch mit antibiotischen Salben erfolgen. Eine solche Infektion, bei Neurodermitikern Superinfektion (siehe Superinfektion), kann durch einen einfachen Hautabstrich erkannt werden, der jedoch leider von viel zu wenigen Ärzten durchgeführt wird. Erscheint die neurodermitische Haut superinfiziert sollte beim Arzt also unbedingt um einen Hautabstrich gebeten werden!

Subcutis: Die Subcutis ist die sogenannte Unterhaut, also die unterste Hautschicht, die hauptsächlich aus lockeren Binde- und Fettgewebsstrukturen besteht.

Superinfektion: Bei einer Superinfektion bedingt sozusagen die eine Infektion eine Neuerliche. Das Immunsystem sendet keine vollständige Immunantwort (die Immunantwort bezeichnet die Prozesse, die im Körper ausgelöst werden), wenn das Immunsystem (siehe Immunsystem) einen Eindringling als gefährlich und bekämpfenswert eingestuft hat, und daher folgt eine erneute Infektion. Besonders immungeschwächte Patienten wie Neurodermitiker haben häufig mit diesen Superinfektionen zu kämpfen. Sie können sowohl bakteriell, dann meist durch Staphylococcus aureus (siehe Staphylococcus aureus) ausgelöst, als auch viral sein. Im Bereich der viralen Superinfektion bei Neurodermitikern ist insbesondere das Herpes simplex-Virus zu nennen (siehe Herpes simplex-Virus).

Symptome: Symptome bezeichnen all die körperlichen Anzeichen, mit denen eine bestimmte Krankheit typischerweise einhergeht. Symptome einer Kontaktallergie sind beispielsweise das Auftreten von Quaddeln und juckenden Hautveränderungen nach Kontakt mit dem Allergen. Zu den Symptomen von Neurodermitis im Akutstadium zählen flächenartige juckende Hautveränderungen, die unter Umständen nässen können.

Tannolact®: Produktreihe aus der medizinischen Hautpflege. Tannolact®-Produkte enthalten in der Regel unter Anderem Natriumsalz, einen synthetischen Gerbstoff (siehe Gerbstoffe). Bei entzündlichen Hauterkrankungen, wie zum Beispiel Neurodermitis (siehe auch atopisches Ekzem) kann der in Tannolact® enthaltene Gerbstoff im Akutstadium, das heißt bei nässenden Ekzemen, gute Wirkung leisten. Die Wirkung von Gerbstoffen haben wir unter dem entsprechenden Stichwort Gerbstoffe und dem Stichwort Schwarztee, der natürliche Gerbstoffe enthält, zusammengefast

Tenside: Tenside sind chemische Substanzen, die die Spannung, die Flüssigkeiten auf ihrer Oberfläche bilden, verringern und es zwei Stoffen, die sich eigentlich nicht miteinander verbinden können, erleichtern, eine solche chemische Verbindung einzugehen. Tenside können in Waschmitteln, Weichspülern und Seifen enthalten sein und bei entsprechend gefährdeten oder sensibilisierten Menschen eine Allergie des Spättyps IV, also Kontaktekzeme auslösen. Das tatsächliche Allergierisiko durch Tenside ist nicht gänzlich geklärt. Diese sind in den entsprechenden Waschmitteln in so geringem Gehalt vorhanden, dass Reaktionen eigentlich eher unwahrscheinlich sind. Die Praxis zeigt jedoch, dass selbst der niedrige Tensidgehalt bei bestimmungsgemäßem Gebrauch Hautirritationen auslösen kann.

Tierhaare: Die Anzahl der Familien, mit haarigen Mitbewohnern steigt an und damit werden auch Tierallergien häufiger, sie machen nach dem Heuschnupfen (siehe Heuschnupfen) und der Hausstaubmilbenallergie (siehe Hausstaubmilbe) die dritthäufigste Allergie aus. Entgegen der landläufigen Meinung sind es in der Regel nicht die Haare als solche, die Allergien auslösen, sondern die Hautschuppen sowie Enzyme und Stoffe, die den Tierhaaren und -fellen anhaften und von ihnen transportiert werden. Tierhaare können zum einen die klassischen Reaktionen auf Inhalationsallergene hervorrufen (siehe Inhalationsallergen), das heißt nach Aufnahme über die Luft und Kontakt mit den Schleimhäuten allergischen Schnupfen, Husten bis hin zu Atemnot auslösen. Nach Hautkontakt mit den Haaren und den darin haftenden Stoffen kann es auch zu Symptomen eines allergischen Kontaktekzems (siehe Kontaktekzem), also einer Reaktion vom Spättyp IV kommen.

Toxisch: giftig, mit giftiger Wirkung. Im dermatologischen Bereich ist hier insbesondere das toxische Kontaktekzem zu nennen. Dies ist eine akute oder chronische exematöse Hautveränderung die durch den Hautkontakt mit toxischen Stoffen entsteht.

Unverträglicheit: Bei einer Unverträglichkeit auf Lebensmittel kann der Körper bestimmte Nahrungsmittelbestandteile nicht verarbeiten oder hat verlernt, dieses zu tun. Es kommt typischerweise zu Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Im Gegensatz zur Allergie kommt es hier nicht zu einer im Blut nachweislichen Antikörperausschüttung.

Urea: Urea ist auch unter der Bezeichnung Harnstoff bekannt. Harnstoff wird auch im menschlichen Körper verstoffwechselt und über den Urin und Schweiß ausgeschieden. Harnstoff kann industriell verschiedentlich eingesetzt werden, beispielsweise im Düngerbereich oder als Zwischenprodukt in der Kunstharzproduktion. Insbesondere im medizinischen Bereich hat Harnstoff eine essentiele Bedeutung, besonders in Salben und Cremes (siehe Salbe und Creme). Hochkonzentrierter Harnstoff ist ein Keratolytikum, das heißt ein hornlösender Wirkstoff, der also insbesondere bei Hauterkrankungen, die mit einer Verhornungsstörung einhergehen, gute Dienste leistet. Außerdem unterstützt Urea die Haut dabei, den natürlichen Feuchtigkeitshaushalt zu regulieren. Bei Kindern ist im Bezug auf Urea jedoch besondere Vorsicht geboten: Pflegeprodukte für Kinder, die Urea enthalten, sollten dies allerhöchstens in 2 oder 3%-iger Konzentration enthalten (zum Vergleich: die meisten ureahaltigen Produkte für Erwachsene enthalten dieses in 5 bis 10%-iger Konzentration), bis zum sechsten Lebensjahr sollte auf Urea vollständig verzichtet werden. Urea kann häufig zu starkem Brennen und Missempfindungen der Haut, also weiteren Irritationen führen.

UrtikariaNesselfieber oder Nesselsucht: Hauterscheinungen, die ein ähnliches Erscheinungsbild haben, wie wir es nach dem Brennnesselkontakt kennen, das heißt es kommt zur Quaddel- und Erythembildung, die Haut juckt stark (siehe Erythem). Auslöser können Allergien, Medikamente, äußere Reize (Kälte, Licht etc.), Stress oder Immunerkrankungen sein. Urtikaria gibt es in einer akuten Verlaufsform, die meist binnen weniger Stunden oder Tage verschwindet. Die genaue Ursache ist hier – wie bei vielen spontanen Hautveränderungen – häufig nicht zu benennen, diese Form ist also idiopatisch. Dauert die Nesselsucht länger als 6 Wochen an, gilt sie als chronisch (siehe chronisch).

Vererbung: Ob, wie und welche chronischen Erkrankungen wie Asthma (siehe Asthma), Allergie (siehe Allergie), Ekzem (siehe atopisches Ekzem) bei unseren Kindern auftreten, hängt von vielen Faktoren wie äußerer Sensibilisierung, persönlicher Ausprägung des Immunsystem und weiteren Faktoren ab. Die Vererbung ist hier nur ein Rädchen im Getriebe. Viele Eltern, die selbst an den entsprechenden chronischen Krankheiten leiden, sind entsprechend besorgt, dass ihr Kind die Krankheit von ihnen "erbt". Hierzu sind zunächst zwei Dinge anzumerken: Als Eltern erkrankt zu sein, bedeutet nicht zwangsläufig, dass das Kind auch erkranken wird. Zwar steigt das Risiko teils signifikant, aber der Ausbruch der Krankheit hängt eben auch von anderen Faktoren ab. Weiterhin handelt es sich bei Asthma, Allergie und Ekzem nicht um Erbkrankheiten im eigentlichen Sinne. Hier wird nur die Disposition, also die Anlage, unter Umständen an diesen Krankheiten zu erkranken, vererbt. Ob die Krankheit letztendlich in Erscheinung tritt, hängt von anderen begünstigenden Faktoren ab.

Tabelle zum Erkrankungsrisiko Neugeborener aus "Unser Kind ist allergisch" - Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind:

  • Kein Elternteil ist erkrankt
  • Ein Geschwister ist erkrankt
  • Ein Elternteil ist erkrankt
  • Beide Eltern sind erkrankt
  • Beide Eltern sind mit gleicher Organmanifestation erkrankt

Weißer Demographismus: Diese Hauterscheinung gehört zu den sogenannten Stigmen, also typischen Merkmalen, die bei Neurodermitikern (siehe auch atopisches Ekzem) häufig auftreten. Sie können helfen, die richtige Diagnose zu stellen. Neben dem weißen Dermographismus, den wir im Folgenden weiter erklären, gehören auch die doppelte Unterlidfalte und die pseudoparrotschen Furchen (strahlenförmig vom Mundwinkel ausgehende Hautfurchen) zu den sogenannten neurodermitischen Stigmen. Bei gesunder Haut lässt sich in der Regel der rote Dermographismus beobachten. Wenn man die Haut beispielsweise mit einem Stift oder Holzspatel mit Druck bestreicht, erweitern sich die Gefäße und es zeigt sich an den Stellen, die bearbeitet wurden, eine rote Hautzeichnung. Bei Neurodermitikern oder Personen mit atopischer Haut reagiert die Haut auf eben diesen Druck nicht mit einer Gefäßerweiterung, sondern mit dem genauen Gegenteil. Die Gefäße ziehen sich an den entsprechenden Stellen zusammen und auf der bearbeiteten Haut zeigt sich eine weiße Linie.

Windeldermatitis: bezeichnet Hautveränderungen, wie zum Beispiel Auschlag im Windelbereich von Säuglingen oder Kleinkindern. Windeldermatitis kann durch verschiedene Ursachen bedingt werden, wie beispielsweise Hautreizungen durch Bestandteile von Urin und Stuhl, Unverträglichkeiten auf Windeln, Feuchttücher, Pflegeprodukte oder eben die Atopie – die Neigung der Haut zur Entwicklung chronisch-entzündlicher Hauterkrankungen. Liegt ein Pilz zugrunde, spricht man von Windelsoor und nicht von Windeldermatitis. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Dermatitis. Liegt sie in einer Unverträglichkeit, sollte auf die entsprechenden Produkte verzichtet werden. Es kann auch helfen, vorübergehend auf stark saure Nahrungsmittel zu verzichten, damit Urin und Stuhl die ohnehin schon geschädigte Haut nicht noch weiter angreifen. Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein, die Haut im Windelbereich mit Cremes/Pasten einzureiben, die einen effektiven Nässeschutz bilden. Hier kann eine dünne Schicht Zinksalbe empfohlen werden.

W/O-Emulsion: Wasser-in-Öl-Emulsionen, hier überwiegt der Öl-Anteil. W/O-Emulsionen sind in der Regel Salben (siehe Salbe) häufig mit Wirkstoff zur medizinischen Hautpflege. Vergleiche hierzu auch unsere Stichworte Creme und O/W-Emulsion.

Zöliakie: Bei der Zöliakie liegt eine Unverträglichkeit des Körpers gegen das Klebeeiweiß Gluten und seinen Bestandteil Gliadin vor. Diese Unverträglichkeit zeigt sich dadurch, dass es im Rahmen der Verdauung dieser Bestandteile zu einer Entzündung des Dünndarms kommt.Die Zöliakie kann sich insbesondere bei Kindern durch Wachstumsstörungen (aufgrund der erschwerten Nährstoffaufnahme durch die chronische Dünndarmentzündung), Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfälle oder Verstopfung zeigen. Die Zöliakie lässt sich mittlerweile recht sicher mit Hilfe serologischer, das heißt Blutuntersuchungen, feststellen.Damit unnötiges Leid erspart wird, sollte bei einem entsprechenden Verdachtsmoment sofort der Arzt hinsichtlich einer möglichen Zöliakie angesprochen werden. Hier ist es auch hilfreich,wenn vorher ein Symptomtagebuch geführt wird, damit der Arzt feststellen kann, ob die Zöliakie überhaupt als mögliche Ursache in Betracht kommt.