Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind
Hilfen für Kinder mit Asthma, Ekzem oder Heuschnupfen – (AAK) e.V.

Glossar

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Akutpflege: Wirkstoffhaltige Salben oder Cremes, in der Regel mit antibiotischen Bestandteilen, Kortikosteroiden, natürlichen oder synthetischen Gerbstoffen.

Allergie: Übersteigerte Abwehrreaktion des Immunsystems gegen körperfremde Stoffe unserer Umwelt.

Allergische Reaktion: Der Körper reagiert auf eigentlich harmlose körperfremde Stoffe völlig überzogen, da er sie für potentiell gefährlich hält. Es kommt zu einer überhöhten, messbaren Antikörperausschüttung (siehe auch Antikörper) um den vermeintlichen Feind abzuwehren.

Anaphylaxie: Stärkste Form der allergischen Reaktion, die verschiedene Phasen mit sich in der Stärke und Gefährlichkeit steigernden Symptomen umfasst – kann schlimmstenfalls zu Kreislaufzusammenbruch und Organversagen führe.

Antiallergikum: Ein Antiallergikum ist ein Medikament, das die Symptome einer allergischen Reaktion mindert. Es gibt hier verschiedene Wirkstoffgruppen, zur bekanntesten zählen die Antihistamine (siehe auch Antihistamin).

Antibiotika: Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten.

Antihistamin: Wirkstoffgruppe der Antiallergika (siehe auch Antiallergikum). Wirkstoffe, die die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin (siehe Histamin), der bei allergischen Reaktionen ausgeschüttet wird, blockieren oder mindern.

Antikörper – auch Immunglobuline: Bestimmte Proteine, die im Körper als Reaktion auf bestimmte Stoffe (Antigene, Allergene) gebildet werden. Antikörper können – je nach Wirkweise – die Antigene (in unserem Fall die Allergene) blockieren, sich an das Antigen binden, bestimmte andere Zellen aktivieren, die das Antigen "zerstören" etc.

Asthma: Erkrankung, die mit einer anfallsartigen Verengung der Bronchien und der Bildung eines zähen Bronchialschleimes einhergeht, wodurch Atemnot entsteht.

Atemerleichternde Positionen: Atemtechniken oder Körperpositionen, die während akuter Atemnot unterstützend zur medikamentösen Behandlung das Atmen erleichtern können.

Atopie: Vererbte Veranlagung zur Überreaktion von Haut, Atem-/Bronchialsystem und Immunsystem, sogenanntes Allergierisiko. Ob und in welcher Form später Asthma, Allergie und Ekzem auftreten, hängt von anderen Faktoren ab.

Atopisches Ekzem – auch unter Neurodermitis bekannt: Chronisch verlaufende entzündliche Hauterkrankung, die zu den so genannten atopischen Erkrankungen zählt.

Auslassdiät – auch Eliminationsdiät genannt: Hierbei wird bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie, die sich im Blut-/Hauttest nicht eindeutig manifestiert hat, das potentielle Allergen für eine bestimmte Zeit komplett gemieden, um darauf zu schließen, ob die vorhandenen Symptome tatsächlich auf das mögliche Allergen zurückzuführen sind.


Basispflege: Bezeichnung für tägliche Pflege bei Neurodermitis (siehe auch auch Neurodermitis). Meist wirkstoffslose Cremes (siehe auch Creme) mit hohem Fettanteil, die trockene, schuppende und gerötete Haut pflegen soll.

Biopsie: Entnahme von Gewebeproben unter lokaler Betäubung. Bei einer Biopsie wird eine kleine Probe des betroffenen Gewebes entnommen, beispielsweise der Haut, und pathologisch untersucht. Es gibt verschiedene Methoden, das Gewebe zu entnehmen, beispielsweise per Stanzbiopsie (hier wird das betroffene Hautarreal bzw. ein Teil der Hautveränderung ausgestanzt) oder die Exzisionsbiopsie (hier wird der betroffene Hautbezirk mittels Skalpell im Ganzen entfernt). Eine Biopsie wird beispielsweise bei unklaren Infektionen oder zur Feststellung einer Psoriasis (siehe Psoriasis) durchgeführt.

Bluttest: Der Bluttest ist eine diagnostisches Mittel im Rahmen der Allergiediagnostik. Bei einer Allergie (siehe Allergie) kommt es bekanntermaßen zu einer messbaren Antikörperreaktion (siehe auch Antikörper) auf einen körperfremden Stoff, ein Allergen. Diese Antikörperreaktion ist in der Regel im Blut nachweisbar. Bei einem Bluttest wird dem Patienten eine Blutprobe entnommen. Diese wird in vitro, das heißt im Labor, untersucht. Zunächst einmal kann der Gesamtspiegel der Immunglobulin E-Antikörper (siehe Immunglobulin E) bestimmt werden. Ist dieser erhöht, kann das ein Hinweis auf eine Allergie sein. Ein erhöhter IgE-Wert kann allerdings auch andere Ursachen haben, daher werden zumeist die allergenspezifischen IgE-Antikörper bestimmt. Es werden in der Blutprobe also die Antikörper gemessen,die sich gegen ein bestimmtes Allergen richten. Zwar kann anhand der Menge der IgE-Antikörper eine grundsätzliche Klassifikation der Stärke der möglichen Allergie erfolgen, diese ist jedoch nicht zwingend aussagekräftig. Der Bluttest geht in der Allergiediagnostik daher meist mit einem Haut- und/oder Provokationstest (siehe auch Hauttest und Provokationstest) sowie einer Auslassdiät (siehe Auslassdiät) einher.

Bronchitis: Bei einer akuten Bronchitis sind die oberen Schleimhäute der Bronchien entzündet, das kann mit Husten, Fieber und Schleimbildung einhergehen. Eine chronische Bronchitis (siehe auch chronisch) ist eine Sonderform, bei der die Entzündung der Luftwege nicht nach Abklingen der Infektion verschwindet. Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert eine Bronchitis dann als chronisch wenn "Husten und Auswurf an den meisten Tagen während mindestens drei Monaten in zwei aufeinanderfolgenden Jahren" vorliegen. Eine Häufung von Bronchitis kann, wie auch die Häufung anderer Atemwegsinfekte, ein Risikofaktor für Asthma (siehe Asthma) sein, da die Atemmuskulatur durch die häufigen Infekte oft schon geschwächt ist.

Bronchospasmus: Ein Bronchospasmus ist ein Krampf der Atemwegsmuskulatur. Ist die Atemwegsmuskulatur von vorneherein geschwächt – wie beispielsweise bei Asthma (siehe Asthma), Allergien oder Atemwegsinfekten – ist das Risiko für einen solchen Krampf, einen Bronchospasmus, erhöht.

Bradykardie: Eine Bradykardie bezeichnet eine Pulschlagfrequenz, die deutlich unter der normalen liegt. Bei Erwachsenen liegt der Ruhepuls in der Regel zwischen 60 und 80 bpm (beats per minute = Schläge pro Minute), eine Frequenz unter 60 bpm ist eine Bradykardie. Bei Neugeborenen liegt der Ruhepuls zwischen 120 und 140 bpm, bei Säuglingen um die 130 bpm und bei Kindern um die 110 bpm. Das Gegenteil der Bradykardie ist die Tachykardie, d.h. eine Pulsschlagfrequenz, die deutlich über der normalen liegt. Während eines anaphylaktischen Schocks (siehe auch Anaphylaxie) kann es schlimmstenfalls zu einer Bradykardie kommen, es droht Multiorganversagen.


Calcineurin-Antagonist, Calcineurin-Inhibitor: Wirkstoffgruppe in der Neurodermitis-Behandlung. Sie wirken symptomatisch antientzündlich. Calcineurin ist ein körpereigenes Enzym, das die Reaktion des Immunsystems auf körperfremde Stoffe, die sogenannte Immunantwort, reguliert. Durch Calcineurin-Antagonisten werden im Körper Signalwege blockiert, die im Körper für die Entstehung von Entzündungen sehr bedeutend sind.

 

 

 

WIRD ERGÄNZT