Diskussionsabend zur schulischen Inklusion in Deutschland: Erleben der Schulsituation von Schülerinnen und Schülern mit chronischer Erkrankung
Im letzten Jahr wurden während der ersten Coronawelle eine Studie der HS Gesundheit in Kooperation mit der TU Dortmund zum Erleben der Schule und des Unterrichts von Schülerinnen und Schülern mit chronischen Erkrankungen durchgeführt.
Die Ergebnisse von 150 Teilnehmer*innen liegen nun vor und sollen am 17.3.2022 von 18 bis 19.30 (ONLINE) vorgestellt werden. Anschließend können die Ergebnisse mit Prof. Dr. Walter-Klose, Hochschule für Gesundheit Bochum, diskutiert werden.
Infos zum Vortrag
Im Zusammenhang mit dem Begriff Inklusion wurden in den letzten Jahren vielfältige Bemühungen zum gemeinsamen Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Beeinträchtigungen unternommen. Befunde zu Gelingensbedingungen und Anpassungserfordernissen für Schüler*innen mit chronischen Erkrankungen liegen in Deutschland allerdings nur vereinzelt vor.
Zur Aufarbeitung dieser Forschungslücke wurde eine bundesweite Online-Befragung zu Unterstützungsbedarfen und Anpassungserfordernissen durchgeführt, an der sich 150 Schüler*innen von Sekundar- und Berufsschulen beteiligten.
Ein Schwerpunkt der Stichprobe stellen Schüler*innen mit Schmerzerkrankung und Diabetes. Ebenso beteiligten sich Schüler*innen mit Asthma, Hauterkrankungen, Depressionen, Wirbelsäulenerkrankungen und Rheuma. Die Ergebnisse beschreiben vielfältige Barrieren und Gelingensbedingungen im schulischen Kontext. Weiterhin verweisen sie auf die Bedeutung der Anpassungsqualität der Schul- und Unterrichtsorganisation auf die Lernentwicklung sowie auf die Gesundheit der Lernenden – ein Zusammenhang der insgesamt bei Schüler*innen mit umfassenderen Unterstützungsbedarf deutlich wird. Ergänzend werden Erfahrungen zum Lernen im Kontext der Corona-Pandemie berichtet, die auf besondere Barrieren für Schüler*innen mit chronischen Erkrankungen verweisen und das Potenzial von Digitalisierung herausstellen.
Vortragender: Prof. Dr. Christian Walter-Klose, Hochschule für Gesundheit, Bochum
Die Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind – Hilfen für Kinder mit Asthma, Ekzem oder Heuschnupfen (AAK) – e.V. ist vom Finanzamt Dillenburg als gemeinnützig anerkannt. Der Verein trägt sich finanziell ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Zuschüsse
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