
Wochenend-Workshop „Sozialräume – Netzwerke und eine Reise durch das Kindergesundheitssystem“
Inhaltsverzeichnis
- Schritt 1: Vorankündigung
- Schritt 2: Erweiterte Ankündigung
- Schritt 3: Pressemitteilungen
- Schritt 4: Der Workshop
- Bedeutung der Prävention bei Kindern und Jugendlichen (Kurzfassung und Folien der Präsentation von Herrn Prof. Dr. med. Schweisfurth)
- Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in den Sozialen Medien (Kurzfassung des Beitrags von Herrn Prof. Dr. Matusiewicz)
- Europaebene – Landesebene – Region – was entscheidet sich wo? (Kurzfassung des Beitrags von Frau Soltwedel-Schäfer)
- Videos und Fotos zur Entwicklung des Kinderlieds mit NETTE
Schritt 1: Vorankündigung (unter „Aktuelles“)
Gemeinsam Kraft finden, Erfahrungen teilen und Zukunft gestalten
Vom 04. bis 06. September 2026 lädt die Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind (AAK) e.V. Familien, Begleiter*innen, Engagierte und Interessierte zu einem besonderen Wochenende nach Herborn ein.
Im historischen Ambiente des Schlosses Herborn möchten wir gemeinsam erleben, wie wertvoll Begegnung und gegenseitige Unterstützung sein können. Familien, die mit Allergien oder anderen chronischen Erkrankungen leben, kennen die Herausforderungen des Alltags. Umso wichtiger sind Menschen, die Verständnis haben, Erfahrungen teilen und neue Perspektiven eröffnen.
Unter dem Titel „Sozialräumliche Netzwerke“ beschäftigen wir uns mit der Frage, wie vor Ort tragfähige Beziehungen entstehen und wie Selbsthilfe, Nachbarschaft, Ehrenamt und gesellschaftliches Engagement zusammenwirken können.
Dabei knüpfen wir an eine bewährte Idee der Selbsthilfe an: Menschen finden zusammen, unterstützen sich gegenseitig, gewinnen Sicherheit und Zuversicht – und tragen diese Erfahrungen wieder in ihren Alltag hinein.
Ziele

Was erwartet Sie?
- Austausch mit anderen Familien und Engagierten
- Gespräche über gelingende Unterstützung im Alltag
- Impulse zu Selbsthilfe und sozialräumlicher Vernetzung
- Gemeinsame Zeit ohne Leistungsdruck und Bewertung
- Kreative Weiterentwicklung des AAK-Kinderliedes
- Gelegenheit, Ideen für zukünftige Projekte und Aktivitäten zu entwickeln
Unser Ziel ist es, gemeinsam darüber nachzudenken, wie wir als Familien und als Selbsthilfeorganisation aktiv bleiben, eigene Kräfte mobilisieren und dort handeln, wo Unterstützung gebraucht wird.
Veranstaltungsdaten
- Termin: Freitag, 04. September 2026, bis Sonntag, 06. September 2026
- Ort: Schloss Herborn / Hohe Schule Herborn
- Beginn: Freitagabend mit gemeinsamem Abendessen
- Ende: Sonntag nach dem gemeinsamen Mittagessen
Die Veranstaltung findet überwiegend in Präsenz statt. Einzelne Programmpunkte können bei Bedarf hybrid angeboten werden.
Teilnahme
Wir bitten (Förderer/Teilnehmende/Unterstützer – angemessene, freundliche) um Spenden zur Finanzierung.
Stichwort: AAK-Workshop 2026 „Sozialräumliche Netzwerke“.
Gefördert wird die Veranstaltung durch den GKV innerhalb der gesetzlichen Selbsthilfeförderung SGB V § 20h.
Hintergrund
Der Workshop knüpft an die Arbeit der AAK zu den Themen Kindergesundheit, Verhältnisprävention und sozialräumliche Netzwerke an. Grundlage bilden unter anderem Erfahrungen aus früheren Selbsthilfeprojekten sowie die AAK-Publikationen „Gemeinsam stark bei Allergien“ und „Damit Kinder stark werden“.
Wir freuen uns auf ein Wochenende voller Begegnungen, gegenseitiger Unterstützung und neuer Ideen.
Im Handeln bleiben – gemeinsam einfach tun.

Download des Programms
Schritt 2: Erweiterte Ankündigung (auf der Startseite)
WE-Workshop Freitag, 04.09. – Sonntag 06.09.2026
Sozialräume – Netzwerke und eine Reise durch das Kindergesundheitssystem
Gemeinsam möchten wir Kraftquellen entdecken, Erfahrungen teilen und Ideen entwickeln, wie Selbsthilfe vor Ort lebendig gestaltet werden kann. Neben Gesprächen und Workshops bleibt ausreichend Zeit für gemeinsames Erleben, kreative Impulse und das Weiterentwickeln des AAK-Kinderliedes.
Die AAK lädt zum gemeinsamen Wochenende in Herborn ein: Familien, Begleiter*innen und Interessierte sind herzlich willkommen! Im Mittelpunkt stehen Begegnung, Austausch und die Frage, wie tragfähige sozialräumliche Netzwerke entstehen und gefördert werden können.
Familien mit chronisch erkrankten, allergiebetroffenen Kindern können voneinander lernen, sich gegenseitig stärken und gemeinsam aktiv werden! Dies entlastet den Alltag.
Hintergrundinfos
- Schloss Herborn, Nassaustraße 36, 35745 Herborn, www.schloss-herborn.de
- Tel.-Nr. der Rufbereitschaft: 0151 12066919
- Essenszeiten Speisesaal, 1. Etage Schloss Herborn:
Frühstück: 7:30–9:00 Uhr; Mittagessen Samstag 12:30 Uhr, Sonntag 12:00 Uhr, Abendessen 18:30 Uhr - Zimmerbelegung Freitag ab 14:00 Uhr. Zimmerräumung Sonntag nach dem Frühstück (Kofferraum vorhanden).
- Zimmerkontingent: 6 EZ, 6 DZ (Kinder Zustellmöglichkeit).
- Weitere 5 Zimmer sind selbstorganisiert möglich zu buchen und auch selbst zu bezahlen.
- Anmeldung für den Wochenendworkshop erforderlich bei Übernachtungswunsch
- Anmeldung bei Teilnahme nur am Samstag, kurzfristig.
- Eigenverköstigung! E-Mail: mitmachnetz@aak.de
- Unverträglichkeiten und Allergien bitte mitteilen und auch mitteilen was gerne gegessen wird – daraus kann immer was Leckeres gezaubert werden!
Programm Samstag, 05.09.2026 (öffentliche zivilgesellschaftliche Aktivität)
Diskussion zu „Sozialräume – Netzwerke und eine Reise durch das Kindergesundheitssystem“, 10:00–12:00 (hybrid), nachmittags 14:00– 17:00 Uhr AG’s (präsent)
Kinder können mit Liedermacherin NETTE (Annette Rudert) ihre Gedanken in ein Lied bringen.
Veranstaltungsort: in der historischen Aula der Hohen Schule, Schulhofstr. 5–7, 35745 Herborn, wo Johann Amos Comenius vor 400 Jahren studierte „… die Prinzipien der Anschauung und der Selbstständigkeit, der Erziehung zum Gebrauch der eigenen Vernunft, seine Vorstellung einer lebensnahen, freundlichen Schule und einer gewaltfreien Erziehung sind bis heute gültig geblieben, ebenso sein Ziel, Menschen zur Menschlichkeit zu erziehen und dadurch die Welt zu verbessern. …“
10:00 Uhr |
Begrüßungen |
Marianne Stock, AAK-Vorstandsmitglied; Lukas Winkler, Bürgermeister der Stadt Herborn |
10:05–10:50 Uhr Moderation: Dr. Heidi Bernauer-Münz, AAK-Mitglied Alle können und sollten mitreden. Es geht um die Qualität und Umsetzung von lange vorhandenem Wissen zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und der Aufgabe, dieses Wissen zu erhalten. Keine Ökonomisierung der Kinderheilkunde! |
TEIL 1 |
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Bedeutung der Prävention bei Kindern und Jugendlichen |
Prof. Dr. med. Hans Schweisfurth, AAK-Ehrenvorsitzender, Beiratsmitglied der AAK; Pulmologisches Forschungsinstitut, Cottbus |
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Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in den Sozialen Medien |
Prof. Dr. David Matusiewicz, Dekan | Gesundheit und Soziales Direktor | Institut für Gesundheit & Soziales (ifgs), FOM | Hochschule für Oekonomie & Management, Essen |
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Europaebene – Landesebene – Region – was entscheidet sich wo? |
Irene Soltwedel, ehem. Landtags-und Europaabgeordnete |
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11:10–12:00 Uhr |
TEIL 2 |
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Allergien/Unverträglichkeiten – Entwicklung und Auswirkungen – bleiben sie ein Leben lang? |
Prof. Dr. med. Claudia Traidl-Hoffmann, Augsburg (angefragt) |
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Hintergründe des neuen SGB VIII für Familien mit chronischen Erkrankungen |
Kindernetzwerk N.N. |
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Zivilgesellschaftliche Handlungsräume – z.B. engagierte Städte und regionale Gesundheitsplanungen – was tragen diese für die Nachhaltigkeits- und Gesundheitsziele bei und macht fit in der Praxis (Ernährung, Psychologie, Kita, Schule …) |
N.N. |
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Selbsthilfe im politischen Spannungsfeld. |
N.N. |
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Nachmittag 14:00–17:00 Uhr Hohe Schule/Alte Färberei (präsent): |
Kita/Schule: Außerhäusliche Verköstigung – Vorbereitung für die Aufnahme in z.B. die Kita wenn Allergie oder Unverträglichkeiten vorhanden sind |
Arbeitsgruppen werden begleitet von erfahrenen Eltern, selbst Betroffenen und Freiwilligen Protokollierungen sind erwünscht. Wer übernehmen will – bitte melden. Danke. |
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Psychologie: Was machen Unsicherheiten eigentlich mit unseren Kindern? |
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Psychologie: Psychische Belastung Eltern und Kinder |
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Gesundheitswesen: Überblick – wie funktioniert es in der Praxis? |
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Eine Gruppe ohne festes Thema |
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16:00 Uhr |
Austausch der Ergebnisse |
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17:00 Uhr |
Ende |
Änderungen möglich!
Gefördert gemäß § 20h SGB V durch die gesetzliche Selbsthilfeförderung der Krankenkassen und ihrer Verbände

Schritt 3: Pressemitteilungen


Schritt 4: Der Workshop
Bedeutung der Prävention bei Kindern und Jugendlichen
Prof. Dr. med. Hans Schweisfurth
- Prävention hat bei Kindern und Jugendlichen eine besondere Bedeutung. Unterschieden werden Primärprävention zur Vermeidung von Erkrankungen, Sekundärprävention zur Früherkennung sowie Tertiärprävention zur Vermeidung von Folgeschäden und Rückfällen.
- Neben der Verhaltensprävention, die auf das individuelle Verhalten zielt, kommt der Verhältnisprävention eine zentrale Rolle zu: Gesundheitsfördernde Lebensbedingungen sollen geschaffen und gesundheitliche Risiken im Lebensumfeld von Kindern und Jugendlichen vermindert werden. Dazu gehören auch Präventionsprogramme, Gesundheitsberatung, Früherkennung sowie die Zusammenarbeit mit Kommunen, Bildungseinrichtungen und sozialen Organisationen.
- Anhand von Allergien, Übergewicht und Adipositas sowie Rauchen wurden wichtige gesundheitliche Risiken und deren Einflussfaktoren aufgezeigt. Dabei spielen unter anderem Ernährung, Bewegung, Schlaf, Medienkonsum, familiäre Rahmenbedingungen und Passivrauchen eine Rolle.
- Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Umwelt- und Klimafaktoren. Klimawandel und Luftschadstoffe können insbesondere die Atemwege und die Lungenentwicklung von Kindern beeinträchtigen. Neben direkten Belastungen wie Hitze und Extremwetterereignissen wurden auch verlängerte Pollenflugzeiten, veränderte Allergenspektren, Feinstaub und weitere Luftschadstoffe als gesundheitliche Risiken benannt.
- Abschließend wurde auf mögliche gesundheitliche Folgen der zunehmenden Plastik- und Mikroplastikbelastung hingewiesen. Genannt werden unter anderem mögliche Auswirkungen auf Allergien, Stoffwechsel, Organe, Lunge und Gehirn sowie besondere gesundheitliche Risiken für Ungeborene und Kinder. Verdeutlicht wird damit: Vorbeugen ist gerade bei Kindern und Jugendlichen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in den Sozialen Medien
Prof. Dr. David Matusievicz
- Prof. Matusiewicz berichtete, dass die Information und Kommunikation über und zu Gesundheitsthemen in den sozialen Medien richtig und wichtig, aber auch gefahrenträchtig ist.
- Als Beispiele wurden Fake-News zu Gesundheitsthemen sowie das Aufkommen sogenannter Medfluencer benannt, weiterhin benannte er Gefahren durch KI-generierte Bilder.
- Laut Prof. Matusiewicz ist es hier Aufgabe, diesen Gefahren durch evidenzbasierte Informationen und die nötige Authentizität entgegenzuwirken
- Im Zuge dieser notwendigen Strategien wurde auch das zuletzt von Prof. Matusiewicz geleitete Projekt mit Schwerpunkt „Social Media“ benannt, die daraus resultierende aktuelle Kampagne setzt auf Authentizität indem zum Beispiel bewusst auf KI-generierte Bilder verzichtet wurde.
- Zuletzt wurde vom Referenten betont, dass Selbsthilfe vor Ort und die digitale Selbsthilfe keine Parallelwelten seien, sondern ineinanderfließen, der digitale Sozialraum solle und müsse den Sozialraum vor Ort erweitern.
Europaebene – Landesebene – Region – was entscheidet sich wo?
Irene Soltwedel-Schäfer
- Frau Soltwedel-Schäfer benannte als große Gesundheitsthemen auf europäischer Ebene mit Einfluss auf regionale Gesundheitsentscheidungen zum einen Bevölkerungsalterung, Globalisierung und Klimawandel, insbesondere von klimawandelbedingten Gesundheitsauswirkungen sei das ohnehin gedehnte Gesundheitssystem zusätzlich belastet.
- Diese Effekte führen laut Frau Soltwedel-Schäfer perspektivisch auch zu wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen.
- Die Referentin benannte Antworten auf diese Fragen auf europäischer Ebene als sogenannte „policy“-Antworten und benannte hierzu als Beispiele Wärmeprävention, Wohnungsbau sowie Anpassungen im Gesundheits- und Sozialsystem, wobei betont wurde, dass diese „policy“-Antworten eben nicht profit-, sondern hauptsächlich an den Auswirkungen auf den Menschen orientiert seien.
- Diese europäischen Entscheidungen finden ihren Niederschlag in sogenannten „Nationalen Anpassungs- beziehungsweise Gesundheitsstrategien“, was auf regionaler Ebene beispielsweise zu Anpassungen im Nahrungsanbau und bei klimaangepasster Stadt- und Gebäudeplanung führe.

Videos und Fotos
zur Entwicklung der 2. Strophe des Kinderlieds mit NETTE



2. Strophe des Kinderlieds: Ist mir doch egal
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1. Die Meere vermüllen – der Regenwald brennt,
was sagst du dazu, siehst du nicht wie die Zeit rennt.
Ist mir doch egal.
2. Die Menschen verdursten – haben ein Hungerproblem,
was sagst du dazu – so kann’s doch nicht geh’n.
Ist mir doch egal.
3. Die Leute bekriegen und schlagen sich,
was sagst du dazu – so kann’s doch nicht geh’n.
Ist mir doch egal.
Müll ist ein Problem – kannst du das nicht seh’n?
Hunger ist ein Problem – kannst du das nicht seh’n?
Kampf ist ein Problem – kannst du das nicht seh’n?
Was ist zu tun?
Stell dich diesem Ungeheuer – sieh es doch als Abenteuer.
Stell dich diesem Ungeheuer – sieh es doch als Abenteuer.
Die Welt ist bunt, sei du der Grund, versuch auch andere zu versteh’n,
vielleicht auch einen Weg gemeinsam zu geh’n.
Sei mutig und schau hin, denn mit dir gibt’s ein’ Beginn.
Sei ein Held, tu was für deine Welt.
Liedermacherin NETTE (Annette Rudert)
und die Wochenend-Workshop-Kinder