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	<title>Partnerverbände &#8211; AAK e.V.</title>
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	<description>Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind</description>
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	<item>
		<title>Brandbrief &#8222;Notfall Kinderintensivpflege&#8220;</title>
		<link>https://www.aak.de/partnerverbaende/brandbrief-notfall-kinderintensivpflege/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AAK]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2024 05:42:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Partnerverbände]]></category>
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					<description><![CDATA[Dr. Annette Mund, Vorstandvorsitzende von Kindernetzwerk e.V. (Dieser Artikel basiert auf einer E-Mail unseres Kooperationspartners Kindernetzwerk e.V. vom 00.00.2018) Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis angeborene Herzfehler AHF&#160; und dem BVHK – Bundesverband Herzkranke Kinder e.V. hat unsere Task Force &#8222;Notfall Kinderintensivpflege&#8220; einen Brandbrief u.a. an die Bundesregierung und Gesundheitsminister Jens Spahn geschickt (siehe unten). Diese Task [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="ce-bodytext">
<p><i>Dr. Annette Mund, Vorstandvorsitzende von Kindernetzwerk e.V.</i><i></p>
<p></i></p>
<p style="background-color: rgb(221, 221, 221);">(Dieser Artikel basiert auf einer E-Mail unseres Kooperationspartners Kindernetzwerk e.V. vom 00.00.2018) </p>
</div>
<div class="ce-bodytext">
<p><b><br /></b></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 11pt; font-family: Calibri, sans-serif; color: rgb(0, 0, 0); font-style: normal; font-variant-caps: normal; letter-spacing: normal; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; word-spacing: 0px; -moz-text-size-adjust: auto; -webkit-text-stroke-width: 0px;"><b></b></p>
<p><b style="color: rgb(102, 102, 102);">Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis angeborene Herzfehler AHF&nbsp; und dem BVHK – Bundesverband Herzkranke Kinder e.V. hat unsere Task Force &#8222;Notfall Kinderintensivpflege&#8220; einen Brandbrief u.a. an die Bundesregierung und Gesundheitsminister Jens Spahn geschickt (siehe unten).</b></p>
<p><b style="color: rgb(102, 102, 102);">Diese Task Force wurde aus gegebenem Anlass bei der Jubiläumstagung des BVHK im März in Bonn gegründet und plant weitere Kampagnen, um das Problem mittel- bzw. langfristig zu lindern.</b></p>
<p><b style="color: rgb(102, 102, 102);">Parallel dazu dauern auf Initiative des BVHK die Beratungen im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) an, um dort kurzfristige Maßnahmen zu erreichen.</b></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div class="ce-bodytext">
<div style="line-height:160%; background-color:#ffffee; padding:16px">
<h2>Notfall Kinderintensivpflege – jetzt anpacken</h2>
<p><b>Gemeinsamer Appell an die Bundesregierung</b></p>
<p>Der Pflegenotstand betrifft auch Kinder, nicht nur ältere Menschen. Betten auf Kinderintensivstationen können nur zum Teil belegt werden, weil Kinder- lntensivfachpflegekräfte fehlen. Beispielsweise mehren sich in der Kinderherzchirurgie dramatische Fälle, bei denen Termine für dringend notwendige Herzoperationen abgesagt bzw. um mehrere Monate verschoben werden. Das ist tagtägliche Praxis. Nicht wenige Familien sind davon sogar mehrfach betroffen.
</p>
<p>Mit diesem gemeinsamen Appell möchte die Allianz der unten aufgeführten Verbände die Bundesregierung auffordern, den Pflegenotstand auf den Kinderintensivstationen endlich anzupacken, um derzeit oft lebensbedrohliche Situationen zu vermeiden und das Leid der Kinder und deren Familien zu vermindern.<br />Wir halten folgende Maßnahmen für zielführend:</p>
<ol>
<li>Erhalt und Erweiterung von Krankenpflegeschulen</li>
<li>Wiedergewinnung bereits qualifizierter Kräfte durch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf (z.B. familienfreundliche Schichtpläne, krankenhauseigene Kitas)</li>
<li>Sicherstellung der Finanzierung von strukturierten Austauschmöglichkeiten (z.B. Fallbesprechungen, Qualitätszirkel, Supervision Kriseninterventionsprogramme)</li>
<li>Festlegung eines verbindlichen Personalschlüssels für die Kinderintensivpflege</li>
</ol>
<p>Dr. Annette Mund vom Kindernetzwerk steht lhnen im Namen der unterzeichnenden Verbände</p>
<ul>
<li>Deutsche Stiftung Patientenschutz</li>
<li>Bundesverband Herzkranke Kinder e.V.</li>
<li>DBfK – Deutscher Bundesverband für Pflegeberufe</li>
<li>DPV – Deutscher Pflegeverband</li>
<li>DGPK – Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie</li>
<li>BeKD e.V.</li>
<li>BGW – Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege</li>
<li>Deutsche Pflegerat e.V. – Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen</li>
<li>GKV Spitzenverband</li>
</ul>
<p> jederzeit für einen konstruktiven Dialog zur Verfügung: <a href="mailto:mund@kindernetzwerk.de" title="Opens internal link in current window" class="mail">mund@kindernetzwerk.de</a></p>
</div>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gesundheitliche Folgen der Umweltverschmutzung</title>
		<link>https://www.aak.de/partnerverbaende/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AAK]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2024 05:42:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Partnerverbände]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.aak.de/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung/</guid>

					<description><![CDATA[Prof. Dr. med. Hans Schweisfurth, Cottbus, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats und des Arbeitskreises Medizin der DGUHT e.V. (Dieser Artikel erschien zuerst auf der Seite unseres Kooperationspartners DGUHT, siehe hier.) Die Umweltverschmutzung ist eine der Haupttodesursachen unserer Zeit. Im Jahre 2015 verstarben nach Schätzungen weltweit etwa 9 Millionen Menschen an den Folgen der Umweltverschmutzung. Das entspricht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="ce-bodytext">
<p><i>Prof. Dr. med. Hans Schweisfurth, Cottbus, </i><i>Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats und des Arbeitskreises Medizin der DGUHT e.V.</p>
<p></i></p>
<p style="background-color: rgb(221, 221, 221);">(Dieser Artikel erschien zuerst auf der Seite unseres Kooperationspartners DGUHT, siehe <a href="https://www.dguht.de/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung/" title="Opens internal link in current window" target="_blank" class="external-link-new-window" rel="noopener">hier</a>.) </p>
</div>
<div class="ce-bodytext">
<p><b style="color: rgb(102, 102, 102)"><br />Die Umweltverschmutzung ist eine der Haupttodesursachen unserer Zeit. Im Jahre 2015 verstarben nach Schätzungen weltweit etwa 9 Millionen Menschen an den Folgen der Umweltverschmutzung. Das entspricht jedem sechsten Todesfall. Die verschmutzte Luft war für insgesamt 6,4 Millionen Todesfälle verantwortlich, wobei 2,8 Millionen durch die Luftverschmutzung in Innenräumen und 4,2 Millionen Menschen durch die Luftverschmutzung im Freien vorzeitig verstarben [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">1–4</a>]. </p>
<p></b></p>
</div>
<div class="ce-bodytext">
<p>Die Verschmutzung von Wasser verursachte 1,8 Millionen und die Umweltbelastung am Arbeitsplatz etwa 0,8 Millionen Tote.
</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div class="ce-gallery" data-ce-columns="1" data-ce-images="1">
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<div class="ce-row">
<div class="ce-column">
<figure class="image"><a href="/fileadmin/gfx/Todesfa__lle-durch-Umweltbelastung.jpg" data-fslightbox="lightbox"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="image-embed-item" title="Ursache von Todesfällen durch Umweltbelastung im Jahr 2015 in Millionen" alt="Ursache von Todesfällen durch Umweltbelastung im Jahr 2015 in Millionen" src="/fileadmin/gfx/Todesfa__lle-durch-Umweltbelastung.jpg" width="546" height="301"></a><figcaption class="image-caption">
            Ursache von Todesfällen durch Umweltbelastung im Jahr 2015 in Millionen<br />
        </figcaption></figure>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<div class="ce-bodytext">
<p>&nbsp;</p>
<p>Die 9 Millionen Todesopfer sind dreimal mehr als durch AIDS,  Tuberkulose und Malaria zusammengenommen und fünfzehnmal mehr als durch  Kriege und andere Formen der Gewalt.
</p>
<p>Der größte Teil der Todesfälle durch Umweltverschmutzung entfällt zu  92&nbsp;% auf Länder mit niedrigem bis mittlerem Pro-Kopf-Einkommen wie  Indien, Pakistan, China, Bangladesch Madagaskar und Kenia.
</p>
<p>Im selben Jahr verursachte Tabak 7 Millionen, AIDS 1,2 Millionen,  Tuberkulose 1,1 Millionen und Malaria 0,7 Millionen Todesfälle [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">5</a>].
</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div class="ce-gallery" data-ce-columns="1" data-ce-images="1">
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<div class="ce-column">
<figure class="image"><a href="/fileadmin/gfx/Ursache-von-Todesfa__llen.jpg" data-fslightbox="lightbox"><img decoding="async" class="image-embed-item" title="Ursache von Todesfällen" alt="Ursache von Todesfällen im Jahr 2015 in Millionen" src="/fileadmin/gfx/Ursache-von-Todesfa__llen.jpg" width="565" height="395"></a><figcaption class="image-caption">
            Ursache von Todesfällen im Jahr 2015 in Millionen<br />
        </figcaption></figure>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<div class="ce-gallery" data-ce-columns="1" data-ce-images="1">
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<div class="ce-column">
<figure class="image"><a href="/fileadmin/gfx/Krankheiten-durch-Umweltverschmutzung.jpg" data-fslightbox="lightbox"><img decoding="async" class="image-embed-item" title="Krankheiten mit Todesfolge durch Umweltverschmutzung" alt="Krankheiten mit Todesfolge durch Umweltverschmutzung" src="/fileadmin/gfx/Krankheiten-durch-Umweltverschmutzung.jpg" width="513" height="293"></a><figcaption class="image-caption">
            Krankheiten mit Todesfolge durch Umweltverschmutzung im Jahr 2015<br />
        </figcaption></figure>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<div class="ce-bodytext">
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Jahr 2015 war die Luftverschmutzung weltweit für folgende   Krankheiten mit Todesfolge verantwortlich: 19&nbsp;% aller kardiovaskulären   Erkrankungen, 24&nbsp;% der ischämischen Herzkrankheiten, 21&nbsp;% der   Schlaganfälle und 23&nbsp;% der Lungenkrebserkrankungen [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">5</a>].
</p>
<p>Die Luftverschmutzung scheint auch ein Risikofaktor für die neurologisch-psychische Entwicklung bei Kindern zu sein [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">6,&nbsp;7</a>].
</p>
<p>Ohne umfangreiche Gegenmaßnahmen wird geschätzt, dass die   Luftverschmutzung im Freien bis 2060 um 6 bis 9 Millionen Todesfälle pro   Jahr verursachen wird [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">8</a>].
</p>
<p>Nach Schätzungen der Europäischen Umweltagentur (EUA) sind die   meisten der in europäischen Städten lebenden Menschen schlechter   Luftqualität ausgesetzt. In Europa ist der Feinstaub nach wie vor   Hauptursache für den vorzeitigen Tod von jährlich über 400.000 Menschen.   Straßenverkehr, Landwirtschaft, Heizkraftwerke, Industrie und  Haushalte  sind in Europa die größten Emittenten von Luftschadstoffen [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">9</a>].
</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div class="ce-bodytext">
<h2>Status quo</h2>
<p>Der Bericht der EUA zur Luftqualität in Europa enthält eine aktuelle  Analyse der Luftqualität und ihrer Auswirkungen, die auf offizielle  Messungen von über 2.500 Überwachungsstationen in ganz Europa aus dem  Jahr 2015 basiert [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">10]</a>.
</p>
<p>Aus den Daten geht hervor, dass sich die Luftqualität in Europa  langsam verbessert, was auf politische Strategien und technologische  Entwicklungen zurückzuführen ist. Dennoch haben die hohen  Schadstoffkonzentrationen in der Luft immer noch erhebliche Auswirkungen  auf die Gesundheit der Menschen, wobei die größten Belastungen von  Feinstaubpartikeln, Stickstoffdioxid (NO<sub>2</sub>) und bodennahem Ozon (O<sub>3</sub>) ausgehen.
</p>
<p>Dem Bericht zufolge waren im Jahr 2014 Feinstaubkonzentrationen  (PM2,5) für schätzungsweise 428.000 vorzeitige Todesfälle in 41  europäischen Ländern verantwortlich. Davon entfielen rund 399.000 Fälle  auf die EU der 28 Mitgliedstaaten. Im selben Jahr waren Expositionen  gegenüber NO<sub>2</sub> Ursache für den vorzeitigen Tod von 78.000 und die Exposition von bodennahem O<sub>3</sub> für den vorzeitigen Tod von 14.400 Menschen in 41 europäischen Ländern verantwortlich.
</p>
<p>Im Jahr 2015 waren in der EU der 28 Mitgliedstaaten 7&nbsp;% der  städtischen Bevölkerung PM2,5-Konzentrationen ausgesetzt, die über dem  EU-Jahresgrenzwert lagen. Bei rund 82&nbsp;% überstiegen diese  Expositionswerte die strengeren Leitlinien der WHO. Bei der städtischen  Bevölkerung waren 9&nbsp;% NO<sub>2</sub>-Konzentrationen ausgesetzt, die über dem EU-Jahresgrenzwert und den WHO-Leitlinien lagen und 30&nbsp;% waren bodennahen O<sub>3</sub>-Konzentrationen exponiert, die über dem EU-Sollwert lagen. Bei rund 95&nbsp;% überstiegen die O<sub>3</sub>-Messwerte die strengeren Leitlinien der WHO.
</p>
<p>Da die Landwirtschaft ein wichtiger Emittent von Luftschadstoffen und  Treibhausgasen ist, wird in dem Bericht darauf hingewiesen, dass für  die Verringerung von Emissionen aus der Landwirtschaft zwar ein breites  Spektrum von Maßnahmen zur Verfügung steht, die leider jedoch noch nicht  in dem erforderlichen Umfang genutzt werden [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">10</a>].
</p>
<p>Nach Schätzung des Umweltbundesamtes gab es 2015 in Deutschland  41.500 vorzeitige Todesfälle (7.200 durch Lungenkrebserkrankungen,  34.300 durch Herz-Lungenerkrankungen) die auf die Feinstaubbelastung in  der Außenluft zurückgeführt werden können [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">11</a>].
</p>
<p>Wie schon in den Vorjahren konnte auch 2015 der für NO<sub>2</sub>  geltende EU-Grenzwert von 40&nbsp;μg/m³ im Jahresdurchschnitt an vielen  verkehrsnahen Stationen nicht eingehalten werden. Dieser Grenzwert und  der Grenzwert für kurzzeitige Belastungen (Stundenmittelwert: 200&nbsp;μg/m³)  wurden europaweit eingeführt, um die menschliche Gesundheit zu  schützen, denn NO<sub>2</sub>, aufgenommen über die Atemluft, stellt ein Risiko für die menschliche Gesundheit dar.
</p>
<p>Kurzzeitig hohe NO<sub>2</sub>-Expositionen verursachen Reizungen der  Atemwege. Längerfristige Belastungen, insbesondere in Kombination mit  anderen Luftschadstoffen, können zur Beeinträchtigung der  Lungenfunktion, zu Herz-Kreislauferkrankungen, Lungenkrebs und damit zu  vorzeitigen Sterbefällen führen. Kinder sind besonders sensibel  gegenüber hohen NO<sub>2</sub>-Belastungen und können bei Überschreitung  des Kurzzeit-Grenzwertes vermehrt an Husten, Bronchitis und  Atemwegsinfekten erkranken. Erste Berechnungen der EUA zur  Krankheitslast ergaben, dass im Jahr 2014 in Deutschland 10.400  vorzeitige Todesfälle und somit etwa 112.400 verlorene Lebensjahre auf  die Exposition von NO<sub>2</sub> zurückgeführt werden [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">12</a>].
</p>
<p>Weltweit sinkt seit 1990 die Luftverschmutzung in Innenräumen durch  die Anwendung von Flüssiggas und erneuerbaren Energien, die die Biomasse  wie Holz, Stroh und Dung als Brennstoff für Kochen und Heizen ersetzen [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">13</a>]. Daher sind Todesfälle durch Luftverschmutzung in Innenräumen in Ländern mit niedrigem Einkommen rückläufig [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">3</a>].  Dagegen hat seit 1990 die Luftverschmutzung im Freien durch die rasche  Expansion der Megastädte, Globalisierung der industriellen Produktion,  Verbreitung von Pestiziden und toxischen Chemikalien und Nutzung von  Kraftfahrzeugen besonders in den Schwellenländern zugenommen und daher  zu einem starken Anstieg der vorzeitigen Todesfälle geführt [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">3,&nbsp;4</a>].
</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div class="ce-gallery" data-ce-columns="1" data-ce-images="1">
<div class="ce-outer">
<div class="ce-inner">
<div class="ce-row">
<div class="ce-column">
<figure class="image"><a href="/fileadmin/gfx/Kosten-der-Umweltverschmutzung.jpg" data-fslightbox="lightbox"><img loading="lazy" decoding="async" class="image-embed-item" title="Kosten der Umweltverschmutzung" alt="Kosten der Umweltverschmutzung" src="/fileadmin/gfx/Kosten-der-Umweltverschmutzung.jpg" width="339" height="360"></a><figcaption class="image-caption">
            Kosten der Umweltverschmutzung im Jahr 2015 im Verhältnis zur Welt-Wirtschaftsleistung<br />
        </figcaption></figure>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<div class="ce-bodytext">
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Luftverschmutzung ist verantwortlich für großen wirtschaftlichen Schaden. Allein die Mehrbelastung im Gesundheitssystem betrug 2015 weltweit 21 Milliarden US Dollar. Die gesamten Kosten der Umweltverschmutzung werden auf 4,6 Billionen US Dollar geschätzt, was 6,2&nbsp;% der gesamten Welt-Wirtschaftsleistung entspricht [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">8</a>]. Da die Luftverschmutzung nicht die unvermeidliche Folge des modernen Wirtschaftswachstums ist, kann durch besonnene politische Führung die Luftverschmutzung trotz wirtschaftlichen Wachstums vermindert werden [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">14</a>].
</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Wege zur Verbesserung</h2>
<p>Wirkungsvolle Strategien umfassen die Schaffung und Durchsetzung von Normen für die Luftreinhaltung, Reduzierung von Emissionen aus Kohle-Kraftwerken, Verbot der Verwendung von umweltschädlichen Brennstoffen in urbanen Zentren, Verbesserung der Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln sowie die Einrichtung von Kraftstoff-Effizienzstandards für alle privaten und öffentlichen Kraftfahrzeuge.
</p>
<p>Die moderne Städteplanung sollte eine Zersiedelung vermeiden sowie Radwege und Fußgängerzonen ausbauen, wobei neben der Luftverbesserung auch als Nebeneffekt die körperliche Belastung das Risiko für Übergewicht, Diabetes mellitus und Herz-Kreislauf-Erkrankungen mindert [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">15</a>].
</p>
<p>Allerdings stellt sich die Frage, ob die Luftverschmutzung in den Städten demjenigen mehr schadet, der aufgrund seiner körperlichen Betätigung die verschmutzte Luft vermehrt einatmet. In einer Metaanalyse konnte gezeigt werden, dass Pendler, die sich körperlich belasten, insgesamt einen gesundheitlichen Vorteil haben im Vergleich zum Autofahrer [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">16</a>].&nbsp;</p>
<p>Die weltweite Beseitigung der Luftverschmutzung erfordert erhebliche neue Mittel von der internationalen Gemeinschaft [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">17</a>]. Städte und Länder müssen umweltfreundliche Energiequellen fördern, ihre Verkehrsnetze verbessern und industrielle Prozesse abfallarm gestalten. Erfreulicherweise sind die technischen und institutionellen Instrumente, mit denen sich die Luftverschmutzung vermindern lässt, bereits vorhanden, sie müssen aber effizienter umgesetzt und angewendet werden [<a href="/von-partnerverbaenden/gesundheitliche-folgen-der-umweltverschmutzung#c2451" title="Opens internal link in current window" class="internal-link">1,&nbsp;2</a>].
</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div class="ce-bodytext">
<h2> Literatur</h2>
<ol type="1" start="1">
<li>The Lancet Commission on pollution and health. Landrigan PJ, Fuller R, Acosta NJR et al. Lancet 2017 Oct 19. pii: S0140-6736(17)32345-0. doi: 10.1016/S0140-6736(17)32345-0. [Epub ahead of print] Review</li>
<li>Landrigan PJ. Air pollution and health, Comment.&nbsp;<a href="http://www.thelancet.com/public-health" target="_blank" rel="noopener">www.thelancet.com/public-health</a>&nbsp;Vol 2, January 2017</li>
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<li>Organisation for Economic Co-operation and Development. The economic consequences of outdoor air pollution. Organisation for Economic Co-operation and Development Publishing, Paris; 2016</li>
<li>Nachrichten der Europäischen Umweltagentur vom 06.10.17, geändert am 12.10.2017,&nbsp;<a href="https://www.eea.europa.eu/de/highlights/eine-verbesserung-der-luftqualitaet-in" target="_blank" rel="noopener">https://www.eea.europa.eu/de/highlights/eine-verbesserung-der-luftqualitaet-in</a>&nbsp;</li>
<li>Air quality in Europe – 2017 report, No 13/2017, European Environment Agency, Copenhagen&nbsp;</li>
<li>Umweltbundesamt, Indikator: Gesundheitsrisiken durch Feinstaub&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/indikator-gesundheitsrisiken-durch-feinstaub" target="_blank" rel="noopener">https://www.umweltbundesamt.de/indikator-gesundheitsrisiken-durch-feinstaub</a>, 23.10.2017</li>
<li>Umweltbundesamt, Telegramm Umwelt und Gesundheit 01 2016&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/360/dokumente/telegramm_01_2016_stickstoffdioxid.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/360/dokumente/telegramm_01_2016_stickstoffdioxid.pdf</a>, 03.03.2016</li>
<li>Smith KR, Ezzati M. How environmental health risks change with development: the epidemiologic and environmental risk transitions revisited. Ann Rev Environ Resources 2005; 30: 291–333</li>
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</ol>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Debatte um Luftschadstoffe – Kinderpneumologen weisen auf Gefährdung durch Luftschadstoffe hin</title>
		<link>https://www.aak.de/partnerverbaende/debatte-um-luftschadstoffe-kinderpneumologen-weisen-auf-gefaehrdung-durch-luftschadstoffe-hin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AAK]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2024 05:42:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Partnerverbände]]></category>
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					<description><![CDATA[Pressemitteilung des Vorstandes der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie e.V. (GPP e.V.) &#160; Berlin – Der Vorstand der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie e.V. (GPP e.V.) äußert sich zu der aktuellen Debatte um die Bewertung von Luftschadstoffen wie folgend: Die Lungenfachärzte für Kinder und Jugendliche weisen ausdrücklich auf die in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten dokumentierten gesundheitsschädigenden Auswirkungen von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="ce-bodytext">
<p>Pressemitteilung des Vorstandes der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie e.V. (GPP e.V.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="MsoNoSpacing"><strong>Berlin – Der Vorstand der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie e.V. (GPP e.V.) äußert sich zu der aktuellen Debatte um die Bewertung von Luftschadstoffen wie folgend:</strong></p>
<ol>
<li class="MsoNoSpacing">Die Lungenfachärzte für Kinder und Jugendliche weisen ausdrücklich auf die in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten dokumentierten gesundheitsschädigenden Auswirkungen von Luftschadstoffen hin. Der Vorstand der GPP unterstützt die Grenzwert-Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Diese Grenzwerte sind von internationalen Expertenteams auf Basis der weltweit verfügbaren Literatur zu den Auswirkungen von Luftschadstoffen auf die Gesundheit festgelegt worden.</li>
<li class="MsoNoSpacing">Neben kurzfristigen und langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen von Luftschadstoffen ist die Gesundheitsfürsorge für besonders gefährdete Gruppen ein wichtiger Aspekt bei der Risikobewertung. Hierzu zählen u.a. Kinder und Jugendliche, schwangere Frauen, ältere Menschen sowie Patienten aller Altersgruppen mit chronischen Lungenerkrankungen. In der aktuellen Debatte wird die Schutzwürdigkeit dieser besonders gefährdeten Gruppen häufig nicht erwähnt. Damit wird das Prinzip der Schadensvermeidung als Kernelement ärztlicher Handlungsethik ignoriert.</li>
<li class="MsoNoSpacing">Der Vorstand der GPP unterstützt die Position und die inhaltlichen Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), der European Respiratory Society (ERS), des internationalen Forums der pneumologischen Fachgesellschaften (FIRS) und der World Health Organisation (WHO), die übereinstimmend auf die gesundheitlichen Gefahren einer erhöhten Exposition mit Luftschadstoffen hinweisen.</li>
<li class="MsoNoSpacing">Als Wissenschaftler stehen wir in der Pflicht, unsere Erkenntnisse zu hinterfragen, unsere Ergebnisse kritisch zu diskutieren und unsere Methoden des Erkenntnisgewinns kontinuierlich zu verbessern. Wissenschaftlicher Diskurs und Selbstkritik sind Kernelemente einer freien und pluralistischen Wissenschaftskultur.&nbsp;Wissenschaftliche Aussagen pauschal in Frage zu stellen, ohne hierfür Belege anzuführen, ist unseriös. Wer öffentlichen Zweifel an dem gesundheitsschädlichen Potential von Luftschadstoffen sät, ohne hierfür wissenschaftliche Arbeiten zu zitieren, verletzt die Grundsätze ärztlich-wissenschaftlichen Handelns. Von dieser Form der öffentlichen Meinungsäußerung distanziert sich der Vorstand der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie ausdrücklich.</li>
</ol>
</div>
<div class="ce-bodytext">
<p class="MsoNoSpacing">Die Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie (GPP e.V.) ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft, die über 900 kinderpneumologisch tätige Ärztinnen und Ärzte in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertritt. Die GPP ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF).</p>
<p class="MsoNoSpacing">Der Vorstand der GPP hat die obige Erklärung einstimmig verabschiedet. Dem Vorstand der GPP gehören folgende Personen an:</p>
<ul>
<li class="MsoNoSpacing">Prof. Dr. med. Matthias Kopp, Lübeck (Präsident)</li>
<li class="MsoNoSpacing">Prof. Dr. med. Philippe Stock, Hamburg (stellvertretender Präsident)</li>
<li class="MsoNoSpacing">Prof. Dr. med. Antje Schuster, Düsseldorf (Past Präsidentin)</li>
<li class="MsoNoSpacing">Priv.-Doz. Dr. med. Michael Barker, Berlin</li>
<li class="MsoNoSpacing">Dr. med. Nicolaus Schwerk, Hannover</li>
<li class="MsoNoSpacing">Priv. Doz. Dr. med. Tobias Ankermann, Kiel</li>
<li class="MsoNoSpacing">Prof. Dr. med. Ernst Eber, Graz</li>
<li class="MsoNoSpacing">Prof. Dr. med. Jürg Hammer, Basel</li>
<li class="MsoNoSpacing">Prof. Dr. med. Gesine Hansen, Hannover</li>
<li class="MsoNoSpacing">Dr. med. Uwe Klettke, Berlin</li>
<li class="MsoNoSpacing">Prof. Dr. med. Philipp Latzin, Bern</li>
<li class="MsoNoSpacing">Prof. Dr. med. Jürgen Seidenberg, Oldenburg</li>
</ul>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stellungnahme zum 2-seitigen Positionspapier von Prof. Dr. med. Dieter Köhler, 57392 Schmallenberg</title>
		<link>https://www.aak.de/partnerverbaende/stellungnahme-zum-2-seitigen-positionspapier-von-prof-dr-med-dieter-koehler-57392-schmallenberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AAK]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2024 05:42:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Partnerverbände]]></category>
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					<description><![CDATA[Mehr als hundert Lungenärzte sind dem Aufruf von Prof. Köhler gefolgt und haben das Positionspapier unterzeichnet. Das entspricht einer Zustimmung von etwa 3 % der Lungenärzte in Deutschland, also einer extremen Minderheit. Somit kann keineswegs behauptet werden, dass&#160;die&#160;Lungenärzte eine Neubewertung der Luftgrenzwerte für Feinstaub und Stickstoffverbindungen fordern. Bei Durchsicht des Positionspapiers fällt auf, dass von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="ce-bodytext">
<p>Mehr als hundert Lungenärzte sind dem Aufruf von Prof. Köhler gefolgt und haben das Positionspapier unterzeichnet. Das entspricht einer Zustimmung von etwa 3 % der Lungenärzte in Deutschland, also einer extremen Minderheit. Somit kann keineswegs behauptet werden, dass&nbsp;die&nbsp;Lungenärzte eine Neubewertung der Luftgrenzwerte für Feinstaub und Stickstoffverbindungen fordern.</p>
<p>Bei Durchsicht des Positionspapiers fällt auf, dass von Prof. Köhler keine eigenen wissenschaftlichen Studien zur Luftverschmutzung vorgelegt wurden, sondern die seit Jahren weltweit durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchungen auf einmal angezweifelt werden.</p>
<p>Herr Prof. Köhler hätte schon seit Jahren die Möglichkeit gehabt, diese Studienergebnisse, die in internationalen Fachzeitschriften publiziert wurden, zu kommentieren oder selbst eigene Studien zu initiieren. Dies ist aber bisher nicht geschehen. Auch die meisten Lungenärzte, die das Positionspapier von Herrn Prof. Köhler unterschrieben haben, tauchen nach meiner Recherche in keiner internationalen wissenschaftlichen Publikation der letzten Jahre über Luftschadstoffe als Autoren auf. Daher ist das Positionspapier von Herrn Prof. Köhler nach den Qualitätsstufen der Evidenz von sehr niedriger Qualität (Evidenzstufe 4). Außerdem fällt auf, dass in dem Positionspapier nicht auf das Gesundheitsrisiko durch Luftverschmutzung von Schwangeren, Ungeborenen, Neugeborenen und Kindern eingegangen wird.</p>
<p>Daher ist es mir unbegreiflich, dass der Bundesverkehrsminister aus diesem Positionspapier mit seiner sehr geringen wissenschaftlichen Evidenz, das nur von einer Minderheit von Lungenärzten unterzeichnet wurde, die Notwendigkeit einer Neubewertung der Luftschadstoffgrenzwerte ableitet und neue wissenschaftliche Studien fordert.</p>
<p>Die jetzt durch das Positionspapier ausgelöste Diskussion erinnert mich an die Situation in den 1950er-Jahren, als die ersten wissenschaftlichen Untersuchungen über die Schädlichkeit des Rauchens publiziert wurden. Jahrzehntelang wurde vorwiegend von der Tabakindustrie, aber auch von einigen Ärzten, der kausale Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und Lungenkrebs angezweifelt. Auch damals wurden immer neuen Studien, vorwiegend von der Tabakindustrie gefordert, obwohl bereits viele wissenschaftliche Untersuchungen zu den gleichen Ergebnissen gekommen waren. Es hat dann noch über mehrere Jahrzehnte gedauert, bis die Bundesregierung Maßnahmen gegen den gesundheitsschädlichen Zigarettenkonsum eingeleitet hat.&nbsp;</p>
</div>
<div class="ce-bodytext">
<p>Im November 2018 hat die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) ein&nbsp;<a href="https://dguht.us9.list-manage.com/track/click?u=19703308235443e7237f58f32&amp;id=fe2a54e4bc&amp;e=0ee2c6e3ae" target="_blank" rel="noopener">Positionspapier zu der Gesundheitsgefährdung durch Luftschadstoffe</a>&nbsp;unter Auswertung von über 400 Literaturstellen veröffentlicht. Aufgrund der vorliegenden Daten wies die DGP darauf hin, dass besonders Kinder, ältere Menschen und Erkrankte durch die Luftschadstoffe gefährdet seien und das auch unterhalb der derzeit in Deutschland gültigen europäischen Grenzwerte negative Gesundheitseffekte aufträten. Deshalb sei eine Absenkung der gesetzlichen Grenzwerte erforderlich.</p>
<p>Auch ich beschäftige mich als Pneumologe seit Jahrzehnten mit der Gesundheitsgefährdung durch Luftschadstoffe und verweise in diesem Zusammenhang auf meine Publikation (Schweisfurth H. Gesundheitsrisiken durch Feinstaub und Stickoxide. Atemwegs- und Lungenkrankheiten 2018; 44: 340-349).</p>
<p>Nach meiner Ansicht sollte die Gesundheit der Patienten im Vordergrund stehen und keine wirtschaftlichen Interessen.</p>
<p>Auch empfehle ich der Bundesregierung sich nicht auf neue wissenschaftliche Studien zu fokussieren, sondern die finanziellen Mittel dazu zu verwenden, durch geeignete Maßnahmen die Luftschadstoffbelastung in Deutschland weiter zu senken.</p>
<p><strong>Prof. Dr. med. Hans Schweisfurth</strong><br /> Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie, Allergologie, Schlafmedizin, Medikamentöse Tumortherapie, Umweltmedizin und Rehabilitationswesen.<br /> Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der DGUHT<br /> Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), der American Thoracic Society (ATS) und der European Respiratory Society (ERS)</p>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Strategiepapier „Gesundheitskompetenz in die Versorgung von Menschen mit chronischer Erkrankung integrieren“</title>
		<link>https://www.aak.de/partnerverbaende/strategiepapier-gesundheitskompetenz-in-die-versorgung-von-menschen-mit-chronischer-erkrankung-integrieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AAK]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2024 05:42:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Partnerverbände]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie&#160; bekannt ist, wurde am 19. Februar 2018 der „Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz“ (NAP) der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach dem Vorbild anderer Länder werden darin die wichtigsten Herausforderungen für eine Verbesserung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung aufgelistet und gezielte Empfehlungen ausgesprochen, wie die Situation verbessert werden kann. Seither hat die Umsetzung der Empfehlungen begonnen. Dazu werden in mehreren [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="ce-bodytext">
<p>Wie&nbsp; bekannt ist, wurde am 19. Februar 2018 der „Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz“ (NAP) der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach dem Vorbild anderer Länder werden darin die wichtigsten Herausforderungen für eine Verbesserung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung aufgelistet und gezielte Empfehlungen ausgesprochen, wie die Situation verbessert werden kann. Seither hat die Umsetzung der Empfehlungen begonnen. Dazu werden in mehreren themenspezifischen Workshops die noch sehr allgemein formulierten Empfehlungen des NAP detaillierter ausgearbeitet und in umsetzbare Einzelziele übersetzt. Die Ergebnisse der Workshops werden anschließend in einzelnen Strategiepapieren festgehalten. Im Sommer 2019 sollen alle Ergebnisse im Rahmen einer Konferenz zusammengetragen und vorgestellt werden.</p>
<p>Am 31.10.2018 fand ein Workshop zur elften Empfehlung statt, die die Versorgung von Menschen mit chronischer Erkrankung fokussiert. Wir freuen uns, Ihnen heute das daraus resultierende Strategiepapier mit dem Titel&nbsp; „<a href="/fileadmin/gfx/Downloads/NAP_Strategiepapier_Nr_2.pdf">Gesundheitskompetenz in die Versorgung von Menschen mit chronischer Erkrankung integrieren</a>“ präsentieren zu können, das im Anschluss an den Workshop erstellt wurde.</p>
<p>Viele Grüße, auch von den Initiatoren des Workshops,</p>
<p>Dominique Vogt&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8212;-</p>
<p>Dr. Dominique Vogt<br /> Nationale Koordinierungsstelle Gesundheitskompetenz<br /> Hertie School of Governance&nbsp;<br /> Friedrichstraße 180 ∙ 10117 Berlin ∙ Germany</p>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aufruf der BAG Selbsthilfe zur Teilnahme an der Befragung zur politischen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen</title>
		<link>https://www.aak.de/partnerverbaende/aufruf-der-bag-selbsthilfe-zur-teilnahme-an-der-befragung-zur-politischen-teilhabe-von-menschen-mit-behinderungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AAK]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2024 05:42:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Partnerverbände]]></category>
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					<description><![CDATA[Bisher haben knapp 1.000 Menschen an der Befragung zur politischen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen teilgenommen. Herzlichen Dank für diese breite Unterstützung! Jetzt gilt es, gemeinsam die 2000er-Marke zu knacken. Es wäre toll, hierbei durch Sie unterstützt zu werden. Hier der Link:&#160; https://umfrage.uni-kassel.de/index.php/586448?lang=de Dass das Thema der politischen Teilhabe uns Betroffene bewegt weiß ich als [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="ce-bodytext">
<p>Bisher haben knapp 1.000 Menschen an der Befragung zur politischen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen teilgenommen. Herzlichen Dank für diese breite Unterstützung! Jetzt gilt es, gemeinsam die 2000er-Marke zu knacken. Es wäre toll, hierbei durch Sie unterstützt zu werden. Hier der Link:&nbsp;</p>
<p><a href="https://umfrage.uni-kassel.de/index.php/586448?lang=de" target="_blank" rel="noopener">https://umfrage.uni-kassel.de/index.php/586448?lang=de</a></p>
<p>Dass das Thema der politischen Teilhabe uns Betroffene bewegt weiß ich als hochgradig sehbehinderter und ebenso&nbsp;„hochgradig politisch interessierter“&nbsp;selbst allzu gut.&nbsp;</p>
<p>Gerade, da anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Frauenwahlrechts vermehrt über Quoten debattiert wird, müssen auch wir Menschen mit Behinderungen unsere politischen Interessen noch stärker öffentlich platzieren.</p>
<p>Das letzte Drittel des Untersuchungszeitraums bricht bald an. Für eine Teilnahme ist es noch nicht zu spät. Als Hauptgewinn winkt unter allen Teilnehmern eine (barrierefreie) politische Bildungsreise nach Berlin sowie Amazon-Gutscheine.<br /> &nbsp;</p>
<p>Allerbeste Grüße &amp; Wünsche aus Baden-Württemberg.</p>
<p>Roman Baumgartner</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> P.S.: Die Befragung dient meinem Promotionsvorhaben zum Dr. rer. pol. an der Uni Kassel, welches sich mit den Möglichkeiten der politischen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen befasst. Betreuende Wissenschaftler sind Prof. Dr. Welti und Prof. Dr. Russ-Sattar (beide Uni Kassel).</p>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Feinstäube und Stickstoffdioxid gefährden die Kindergesundheit</title>
		<link>https://www.aak.de/partnerverbaende/feinstaeube-und-stickstoffdioxid-gefaehrden-die-kindergesundheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AAK]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2024 05:42:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Partnerverbände]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Vorstand der GPA e.V. distanziert sich von der Stellungnahme zur Gesundheitsgefährdung durch umweltbedingte Luftverschmutzung, insbesondere Feinstaub und Stickstoffverbindungen (NOx), die durch Prof. Köhler und 112 Lungenfachärzte veröffentlicht wurde. Der Vorstand der GPA e.V. unterstützt die Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), der European Respiratory Society (ERS), des internationalen Forums der pneumologischen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="ce-bodytext">
<p>Der Vorstand der GPA e.V. distanziert sich von der Stellungnahme zur Gesundheitsgefährdung durch umweltbedingte Luftverschmutzung, insbesondere Feinstaub und Stickstoffverbindungen (NOx), die durch Prof. Köhler und 112 Lungenfachärzte veröffentlicht wurde.</p>
<p>Der Vorstand der GPA e.V. unterstützt die Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), der European Respiratory Society (ERS), des internationalen Forums der pneumologischen Fachgesellschaften (FIRS) und der World Health Organisation (WHO), die die Belastung mit Luftschadstoffen als eine der wesentlichen Gesundheitsgefährdungen für Menschen insbesondere Kinder- und Jugendliche einschätzen.</p>
<p>In der laufenden Debatte beziehen wir als Kinder- und Jugendärzte, Kinderpneumologen, Allergologen und Umweltmediziner klar und wissenschaftlich fundiert Position:</p>
<p>Kinder sind die zukünftigen Erwachsenen von morgen, Schädigungen ihrer in Wachstum und Reifung befindlichen Organe können teilweise zeitlebens nicht mehr wettgemacht werden. Diese Aussagen gelten in Kenntnis vieler aktueller Untersuchungen, die meisten davon sind in der WHO-Publikation „Luftverschmutzung und Kindergesundheit“ vom Oktober 2018 erfasst. Studien mit Kindern belegen z.B., dass schon NO2–Konzentration größer 20 µg/m³ in der Außenluft zu vermehrten Hospitalisierungen wegen schweren unteren Atemwegsinfektionen führen, die Folgeerkrankungen der Lunge und Atemwege verursachen. Zudem erhöht die Exposition mit Luftschadstoffen das&nbsp; Risiko von Kindern, Asthma zu entwickeln. Eine kürzlich in Südengland veröffentlichte Studie erfasste die Belastung mit Luftschadstoffen wie Feinstäuben und NO2 bei Babys, die in ihren Kinderwägen an viel befahrenen Straßen entlang geschoben werden mit dem Resultat, dass diese bis zu 60 % mehr Schadstoffe inhalierten als begleitende Erwachsene. Dies kann sich auch auf die neurologische Entwicklung negativ auswirken, wie die WHO-Publikation anhand weiterer Studien nachweist.</p>
<p>Deshalb und aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes beharren wir auf der Forderung nach strikter Einhaltung der rechtlich verbindlichen EU-Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxid sowie weiteren Untersuchungen, ob und wie diese in den kommenden Jahren weiter abgesenkt werden müssen.</p>
<p>In Synopsis der eindeutigen wissenschaftlichen Datenlage, die zeigt, dass Luftschadstoffe die Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gefährden, lehnen wir die undifferenzierte Stellungnahme der Kollegen ab. Denn die Fachgesellschaften haben auch die methodische Kritik an der Festlegung von Grenzwerten widerlegt und halten die Behauptung, dass Luftschadstoffe keine gesundheitliche Auswirkung haben, in keiner Weise für begründet. Die öffentliche Verleugnung einer erdrückenden Datenlage verletzt nach Auffassung des Vorstandes der GPA e.V. die Grundlagen wissenschaftlichen Diskurses und ärztlichen Handelns.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Am 30. 1.2019 verfasst von Dr. Thomas Lob-Corzilius und PD Dr. Tobias Ankermann und konsentiert mit dem Vorstand der GPA e.V.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Literatur bei den Verfassern</p>
<p> ___</p>
<p><strong>Download der Fachartikel &#8222;Feine und ultrafeine Stäube beeinflussen wesentlich die Kindergesundheit&#8220; von Herrn Dr. Lob-Corzilius aus Zeitschrift &#8222;Pädiatrische Allergologie&#8220;, Ausgabe 04/2018:</strong></p>
<ul>
<li><a href="/fileadmin/gfx/Downloads/Feinstaub_Teil_1_Paed_Allergol_4_2018.pdf">Teil 1 (PDF, 598 kB)</a></li>
<li><a href="/fileadmin/gfx/Downloads/Feinstaub_Teil_2_Paed_Allergol_1_2019.pdf">Teil 2 (PDF, 516 kB)</a></li>
</ul>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Molekulare Allergiediagnostik</title>
		<link>https://www.aak.de/partnerverbaende/molekulare-diagnostik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AAK]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2024 05:42:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Partnerverbände]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.aak.de/von-partnerverbaenden/molekulare-diagnostik/</guid>

					<description><![CDATA[Die molekulare Allergiediagnostik bezeichnet moderne und komplexe Labormethoden, die für die Erkennung von Allergien neue Möglichkeiten bieten und zunehmend an Bedeutung gewinnen.&#160; Bisher wurden bei Allergieverdacht bestimmte Antikörper der Klasse E (Immunglobulin E, abgekürzt IgE) im Blutserum gegen Allergenextrakte gemessen: z.B. IgE gegen den Gesamtextrakt aus Birkenpollen, einer wichtigen Allergenquelle für viele Baumpollen-Allergiker. Die sogenannte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="ce-bodytext">
<p>Die molekulare Allergiediagnostik bezeichnet moderne und komplexe Labormethoden, die für die Erkennung von Allergien neue Möglichkeiten bieten und zunehmend an Bedeutung gewinnen.&nbsp;</p>
<p>Bisher wurden bei Allergieverdacht bestimmte Antikörper der Klasse E (Immunglobulin E, abgekürzt IgE) im Blutserum gegen Allergenextrakte gemessen: z.B. IgE gegen den Gesamtextrakt aus Birkenpollen, einer wichtigen Allergenquelle für viele Baumpollen-Allergiker. Die sogenannte molekulare Allergiediagnostik, auch bezeichnet als Komponenten-basierte Diagnostik, stellt eine Weiterentwicklung dar: Hier werden IgE-Antikörper gegen einzelne Allergenmoleküle, sogenannte Allergenkomponenten, bestimmt. Diese Diagnostik ist wesentlich empfindlicher und kann bei speziellen Fragestellungen deutlich mehr leisten als herkömmliche Testverfahren. Die Zahl bekannter und kommerziell verfügbarer Allergenmoleküle zur Bestimmung spezifischer IgE-Antikörper hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.<br /> &nbsp;</p>
<p><a href="https://www.allergieinformationsdienst.de/diagnose/molekulare-diagnostik.html" target="_blank" rel="noopener">Weiterlesen auf der Seite vom Allergieinformationsdienst</a></p>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gesundheitskompetenz – was ist das?</title>
		<link>https://www.aak.de/partnerverbaende/gesundheitskompetenz-was-ist-das/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AAK]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2024 05:42:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Partnerverbände]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.aak.de/von-partnerverbaenden/gesundheitskompetenz-was-ist-das/</guid>

					<description><![CDATA[Daniela Hubloher, Verbraucherzentrale Hessen e.V. &#160; Dieser Artikel wurde verfasst für die „Selbsthilfezeitung für die Wetterau“ und erschien zuerst in deren 38. Ausgabe &#160; 2016 zeigte eine Studie der Universität Bielefeld, dass über die Hälfte der deutschen Bevölkerung über eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz verfügt &#160; Was bedeutet der Begriff Gesundheitskompetenz? Während im englischsprachigen Raum „Health Literacy“ [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="ce-bodytext">
<p><em>Daniela Hubloher, Verbraucherzentrale Hessen e.V.</em><br /> &nbsp;</p>
<blockquote>
<p>Dieser Artikel wurde verfasst für die „Selbsthilfezeitung für die Wetterau“ und erschien zuerst in deren 38. Ausgabe</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>2016 zeigte eine Studie der Universität Bielefeld, dass über die Hälfte der deutschen Bevölkerung über eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz verfügt</strong><br /> &nbsp;</h2>
</div>
<div class="ce-bodytext">
<p>Was bedeutet der Begriff Gesundheitskompetenz? Während im englischsprachigen Raum „Health Literacy“ bereits seit längerem erforscht wurde, war in Deutschland das Wissen um Gesundheitskompetenz bis vor wenigen Jahren gering.</p>
<p>Unter Gesundheitskompetenz wird die Fähigkeit verstanden, gesundheitsrelevante Informationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und zu nutzen. Einerseits um vorbeugend etwas für die Gesundheit zu tun, andererseits um bei Erkrankungen die nötigen Entscheidungen überlegt treffen zu können und sich die nötige Unterstützung durch das Gesundheitssystem zu sichern.</p>
<p>Die Ergebnisse der Studie der Universität Bielefeld waren erschreckend. Demnach hat mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung Schwierigkeiten, sich im Gesundheitssystem zurecht zu finden und seriöse Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen und zu beurteilen. Besonders betroffen von einer eingeschränkten Gesundheitskompetenz sind Menschen mit Migrationshintergrund, mit niedrigem Bildungsniveau, mit chronischen Krankheiten, im höheren Lebensalter und mit niedrigem Sozialstatus.</p>
<p>Die Bedeutung einer guten Gesundheitskompetenz wird immer klarer, denn</p>
<ul>
<li>das Gesundheitssystem wird nicht einfacher, sondern immer komplexer,</li>
<li>die Lebenserwartung und der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung steigt,</li>
<li>chronische Krankheiten nehmen zu,</li>
<li>es stehen immer mehr, vor allem digitale Informationen zu Verfügung,</li>
<li>die Rolle der Patienten im Gesundheitswesen ändert sich – der mündige Patient ist gefragt.</li>
</ul>
<p>Die Folgen mangelnder Gesundheitskompetenz betreffen an erster Stelle die einzelnen Personen an sich, an zweiter Stelle aber auch die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit. Experten gehen davon aus, dass bei eingeschränkter Gesundheitskompetenz das Verhalten risikoreicher ist und Angebote zur Prävention und Früherkennung weniger in Anspruch genommen werden. Diagnosen werden später gestellt, die physische und psychische Gesundheit ist insgesamt schlechter, bis hin zu dem Risiko früher zu versterben. Gesamtgesellschaftlich verursacht mangelnde Gesundheitskompetenz hohe Kosten.</p>
</div>
<div class="ce-bodytext">
<p>Das Ergebnis der deutschen Studie zur Gesundheitskompetenz rief viele Reaktionen hervor. Unter Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit wurde 2017 die Allianz für Gesundheitskompetenz ins Leben gerufen und von einer Gruppe von Wissenschaftlern und Praktikern der Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz entwickelt.</p>
<p>Gesundheitskompetenz ist ein Thema, das sich auf viele Bereiche des Lebens erstreckt. Es betrifft das Gesundheitssystem und die Akteure im Gesundheitswesen, es betrifft außerdem die Bereiche Prävention, Erziehung, Ernährung, Arbeitswelt und Konsumverhalten. Die Handlungsempfehlungen des Nationalen Aktionsplans setzen deshalb an mehreren Lebensbereichen an und schlagen fünfzehn konkrete Maßnahmen vor.</p>
<p>Unter anderem soll die Förderung von Gesundheitskompetenz&nbsp;</p>
<ul>
<li>im Erziehungs- und Bildungsbereich so früh wie möglich beginnen,</li>
<li>im Beruf und am Arbeitsplatz erfolgen,</li>
<li>im Umgang mit Konsum- und Ernährungsangeboten gestärkt werden und</li>
<li>in der Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen berücksichtigt werden.</li>
</ul>
<p>Eine sehr wichtige Handlungsempfehlung lautet, dass die Kommunikation zwischen den Gesundheitsberufen und den Patienten verständlich und wirksam gestaltet werden soll.</p>
<p>Außerdem sollen Gesundheitsinformationen nutzerfreundlich gestaltet werden. Doch wie finden Verbraucher und Patienten seriöse Gesundheitsinformationen? Zu diesem Zweck soll stufenweise ein nationales Internetportal rund um Fragen zur Gesundheit aufgebaut werden. Dieses Internetportal soll verlässliche Informationen zu Gesundheits- und Präventionsfragen bieten und in einem zweiten Schritt den Zugang zu telefonischen und persönlichen Beratungsangeboten vereinfachen.</p>
<p>Die Gesundheitskompetenz von Verbrauchern und Patienten zu stärken, ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft und braucht langfristige Strategien. Eine wichtige Rolle spielen die Akteure im Gesundheitswesen. Sie sind gefragt, verständlich mit den Patienten zu kommunizieren und verlässliche, gut zugängliche Gesundheitsinformationen zur Verfügung zu stellen. Das Bildungssystem ist gefordert, gesundheitsbezogene Kompetenzen früh zu fördern und die Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen, um Chancengleichheit auch für sozial Schwächere zu ermöglichen.</p>
<p>Und schließlich sind natürlich die Verbraucher und Patienten selbst gefragt. Sie sollten ihre Rechte als Versicherte und Patienten kennen. Denn nur wer seine Rechte kennt, kann sie durchsetzen und Entscheidungen als mündiger Patient treffen.<br /> &nbsp;</p>
</div>
<div class="ce-bodytext">
<p><strong>Link zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/medikamente/gesundheitlicher-rat-aus-dem-internet-10424" target="_blank" rel="noopener">www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/medikamente/gesundheitlicher-rat-aus-dem-internet-10424</a></li>
</ul>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<ul>
<li>Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland, Ergebnisbericht der Uni Bielefeld: <a href="http://www.uni-bielefeld.de/gesundhw/ag6/downloads/Ergebnisbericht_HLS-GER.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://www.uni-bielefeld.de/gesundhw/ag6/downloads/Ergebnisbericht_HLS-GER.pdf</a></li>
<li>Gesundheitskompetenz, Die Fakten, AOK-Bundesverband: <a href="https://aok-bv.de/imperia/md/aokbv/gesundheitskompetenz/who_health_literacy_fakten_deutsch.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://aok-bv.de/imperia/md/aokbv/gesundheitskompetenz/who_health_literacy_fakten_deutsch.pdf</a></li>
<li>Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz: <a href="https://www.nap-gesundheitskompetenz.de/" target="_blank" rel="noopener">https://www.nap-gesundheitskompetenz.de/</a></li>
<li>Konzeptentwurf Nationales Gesundheitsportal:</li>
<li><a href="https://www.iqwig.de/de/projekte-ergebnisse/projekte/gesundheitsinformation/p17-02-konzept-fuer-ein-nationales-gesundheitsportal.7849.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.iqwig.de/de/projekte-ergebnisse/projekte/gesundheitsinformation/p17-02-konzept-fuer-ein-nationales-gesundheitsportal.7849.html</a></li>
</ul>
<p><strong>Kontakt:</strong></p>
<ul>
<li>Verbraucherzentrale Hessen e.V., Große Friedberger Straße 13–17, 60313 Frankfurt am Main, Tel: 069 972010-900, Fax: 069 972010-40, E-Mail: <a href="mailto:vzh@verbraucherzentrale-hessen.de">vzh@verbraucherzentrale-hessen.de</a></li>
</ul>
</div>
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	</channel>
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