Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind
Hilfen für Kinder mit Asthma, Ekzem oder Heuschnupfen – (AAK) e.V.

Heilklimaaufenthalte

Krankheiten der Atemwege und der Haut können durch regelmäßige Aufenthalte im Heilklima und durch Klimatherapie positiv beeinflußt werden.

Die systematische Anwendung von spezifischen Klimafaktoren unter fachärztlicher Anleitung zielt nicht nur darauf ab, daß Kinder mit allergischen Erkankungen längere Zeit symptomfrei sein können, sondern auch auf die Stabilisierung und Stärkung ihres Immunsystems.

"Bei chronischen Leiden ganz allgemein, sollte man sich nicht nur auf andere verlassen, auch nicht auf die Wirkung von Medikamenten allein. Für Atopiker und Neurodermitiker sind die Chancen der Klimatherapie sehr gut, zumal bei Kindern, denn die Leiden haben noch nicht chronische Schäden verursacht wie bei älteren Patienten" (Prof. Dr. med. Wolfgang Menger, Herborn, 1994)

 

Reizklima und Schonklima

Das Heilklima gibt es jedoch nicht! Es ist zwischen Reiz- und Schonklima zu unterscheiden, ebenso zwischen Reiz- und Schonfaktoren, die in eine Klimatherapie einfließen können.

Dabei wirken im Hochgebirge und an der See teilweise unterschiedliche Klimafaktoren.

Damit diese Faktoren auch ihre volle Wirkung entfalten können, sind bestimmte Hinweise bei der Anwendung zu beachten.

 

 

Klimatherapie braucht höheren Stellenwert

Klimatherapie im Hochgebirge, an der Nord- und Ostsee hat bis heute noch nicht den Stellenwert, den sich Eltern für die Vorsorge und Heilung oder zumindest Symptomverbesserung ihrer allergiekranken Kinder wünschen. Dabei zeigen Untersuchungen, dass viele Kinder über lange Strecken des Jahres bei konsequenter Therapie ohne oder mit weniger Medikamenten und damit auch ohne Nebenwirkungen auskommen.

Die Klimatherapie – will sie wirksam sein – muss den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen angepasst sein sowie ihre familiäre Bindung und Situation berücksichtigen.

Die Bemühungen der AAK zielen auf eine qualitativ gesicherte stationäre Betreuung der Kinder und Jugendlichen in heilklimatischen Gebieten mit Begleitung von Elternteilen ebenso hin wie bei kleineren Kindern auch auf die Unterstützung teilstationärer und ambulanter medizinisch betreuter Aufenthalte in heilklimatisch günstigen Gebieten

Seit Anfang 2000 gelten im Bereich der Vorsorgemaßnahmen für Kleinkinder neue gesetzliche Regelungen.

Trotz dieser positiven Entwicklungen berichten Eltern immer wieder von Unsicherheiten und Erschwernissen auf dem Weg zu einer Vorsorge- oder Rehabiliationsmaßnahme in heilklimatischen Gebieten.

Der Bundesverband und die Selbsthilfegruppen vor Ort organisieren Veranstaltungen zu Beantragungswegen und Verfahrensfragen und unterstützen mit Erfahrungsaustausch und Erfahrungsberichten.

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