Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind
Hilfen für Kinder mit Asthma, Ekzem oder Heuschnupfen – (AAK) e.V.

Allergie-Symptome und betroffene Organe

Auge Bindehautentzündung, Schwellung des Lids
Atemwege Saisonaler Schnupfen (Heuschnupfen), Dauerschnupfen, Schwellungen in Kehlkopf und Hals, asthmatische Beschwerden, Entzündungen der Lungenbläschen
Haut Nesselausschlag, Angio-Ödem, Ekzeme, Neurodermitis
Magen-Darm-Trakt Entzündung der Magenschleimhaut, Symptome wie Übelkeit, Durchfall
Blutgefäßsystem Blutgefäßentzündung, Kreislaufzusammenbruch (Schock)
Blut Zerstörung der roten Blutkörperchen, Verminderung der weißen Blutkörperchen oder der Blutplättchen
Zentralnervensystem Fieber
Gelenke Gelenkschmerzen
Nieren Nierenentzündung

Die häufigsten allergischen Erkrankungen bei Schülerinnen und Schülern sind:

  • Heuschnupfen
  • Ekzeme/Neurodermitis
  • Asthma

Bei Neurodermitis und Asthma gibt es, über die Allergie hinaus, auch noch andere Ursachen, die in den jeweiligen Krankheitsverlauf hineinwirken und eine Rolle spielen können.

Die Aufnahme der fremden Stoffe (Allergene) erfolgt überwiegend auf folgenden Wegen:

  • Ein- Atmen
  • Ver- Schlucken
  • Haut- Kontakt
  • Ein- Dringen

Hierbei wird Dir sicherlich bewusst, dass es an Deinem späteren Ausbildungsplatz viele Möglichkeiten geben kann, auf denen Allergene in Deinen Körper kommen können. Dies muss durch Schutz-Maßnahmen unbedingt verhindert werden.

Eine Allergie muss sich immer erst entwickeln.

Ohne Sensibilisierungs-Phase keine Allergie!

Bei Menschen, die eine sog. Allergiebereitschaft oder Disposition haben (Atopiker), besteht ständig die Möglichkeit, dass sich bei ihnen eine Allergie (immer jeweils nur auf einen bestimmten Stoff) entwickeln kann.

Bei diesen Personen dringt während des sog. "Ersten Allergenkontaktes" das Allergen in den Körper ein. Nun lernt der Körper im Rahmen der "Sensibilisierungs-Phase" das Allergen kennen. Das Immunsystem wird mobilisiert. Antikörper werden gebildet, welche die Allergene (Antigen) unschädlich machen. Der Körper "speichert" das Aussehen des Allergens (Antigen). Diese Sensibilisierung erfolgt für den Betroffenen unmerklich.

Zu einer ersten allergischen Reaktion auf dieses spezifische Allergen (z.B. Schadstoff am Ausbildungsplatz) kann es aber erst nach erfolgter Sensibilisierung des Körpers auf dieses Allergen kommen. Der Zeitraum kann sehr kurz sein, aber auch Jahre betragen. Bei allen weiteren Kontakten mit diesem Stoff kann es dann zu allergischen Reaktionen kommen.

Im Rahmen der Informationen über das Krankheits-Bild der Allergien soll noch darauf hingewiesen werden, dass es auf Grund der Reaktionszeiten (nach dem Eindringen in den sensibilisierten Körper bis zur allergischen Reaktion) verschiedene Allergie-Typen gibt.

  • Typ 1: Sofort-Typ Symptome treten nach Sekunden bis Minuten auf, z.B. Heuschnupfen, Asthma durch Pollen
  • Typ 2: Symptome nach Stunden bis Tagen
  • Typ 3: Symptome treten nach 4 bis 12 Stunden auf
  • Typ 4: Spät-Typ Symptome treten verzögert nach 24 Stunden bis Tagen auf, z.B. Kontakt-Ekzem der Haut

Es gibt auch noch die Bezeichnungen:

  • Kontakt-Allergie (Typ 4)
  • Inhalations-Allergie (Typ 1 + 2)
  • Nahrungsmittel-Allergie

Dies bedeutet für einen Umgang mit Allergenen besonders am Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz, dass der Körper auf Arbeitsstoffe erst am Feierabend, am Wochenende oder nach Jahren reagieren kann.

Auf Grund der möglichen langen Sensibilisierungs-Zeit und anderseits auch längerer Reaktions-Zeit bei den allergischen Erkrankungen, besteht besonders im Umgang mit Allergenen während der Berufsausbildungen bzw. späteren Berufstätigkeiten die Gefahr, sich hier nicht intensiv genug vor den Berufs-Allergenen zu schützen, da ja oft (noch) nicht unmittelbar allergische Reaktionen des Körpers auf den betreffenden Arbeitsstoff erfolgt.

Wenn es dann zu Reaktionen des Körpers kommt, hilft oft nur noch das strenge Meiden dieses Arbeits-Stoffes, mit evtl. persönlichen Folgen (Abbruch etc.). Dies wollen wir bei Dir verhinde